BLKÖ:Lamatsch Edler von Waffenstein, Adalbert

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 14 (1865), ab Seite: 18. (Quelle)
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3. Adalbert Lamatsch Edler von Waffenstein (k. k. Artillerie-Hauptmann, geb. zu Mazalow in Böhmen im Jahre 1771). Diente seit 1786 von der Pike auf, wie man zu sagen pflegt, im 1. Feldartillerie-Regimente, machte in demselben stufenweise die unteren Chargen durch, kam im Jahre 1800 in’s Bombardier-Corps[WS 1] und am 1. März 1809 als Unterlieutenant in’s dritte Feldartillerie-Regiment, in welchem er im Jänner 1820 bis zum Capitän vorgerückt war und am 18. Juli 1823 als wirklicher Hauptmann in das 1. Feldartillerie-Regiment, in welchem er zu dienen begonnen, rückversetzt wurde. L. hatte als Kanonier auch die Türkenkriege mitgemacht und den Belagerungen der Festungen Dubitza (1788), Berbir und Belgrad (1789), letzteren beiden unter Loudon beigewohnt. In diesen und in den folgenden französischen Feldzügen bis 1809 hat er in fünfzehn Treffen und Gefechten gekämpft, war viermal kriegsgefangen worden und hat zweimal sich selbst rantionirt; endlich focht er in den Schlachten bei Aspern und Wagram. Insbesondere in letzterer Schlacht (5. und 6. Juli 1809) hat sich L., damals Artillerie-Lieutenant, durch seine Bravour, wie ein von 13 Stabs- und Oberofficieren ausgestelltes Tapferkeits-Zeugniß dieselbe ausführlich darstellt, rühmlichst hervorgethan. In Anerkennung seiner Verdienste wurde L. im Jahre 1825 in den erbländischen Adelstand mit dem Ehrenworte Edler und dem Prädicate von Waffenstein erhoben. [Adelstand-Diplom vom 10. März 1825. – Tapferkeits-Zeugniß, ausgestellt von 3 Obersten, 1 Oberstlieutenant, 2 Majoren und 7 Oberofficieren dd. Waitzen 10. December 1809. – Wappen. Roth und Blau quergetheilter Schild. Im oberen rothen Felde auf hohem Felsen, natürlicher Farbe, ein aufrechtstehender rechtsgekehrter goldener Löwe mit offenem Rachen, roth ausgeschlagener Zunge, rückwärts aufgeschlagenem Schweife, in der rechten Pranke eine Bombe erhoben haltend. Der Löwe ist zu beiden Seiten von goldenen Sternen begleitet. Im unteren blauen Felde ruht auf vier silbernen Stufen eine goldene Spitzenkrone; um die oberste Stufe schlingt sich ein grüner Eichenkranz, durch den ein Degen (ohne Scheide) mit goldenem Griff gesteckt ist. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter goldgekrönter Turnierhelm. Aus der Krone erheben sich drei wallende Straußenfedern, und zwar eine goldene zwischen einer rechten rothen und linken blauen. Die Helmdecken sind zur rechten Seite roth, zur linken blau und zu beiden Seiten mit Gold belegt.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Bombadier-Corps.