BLKÖ:Liechtenstein, Georg (gest. 1419)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 123. (Quelle)
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19. Georg L. (gest. 1419). In der an Kriegshelden und Staatsmännern so reichen Familie der einzige Geistliche. Ein Sohn Georg’s, der Kämmerer des Herzogs Albrecht von Oesterreich gewesen und Dorothea’s von Buchheim. Georg war 1381 Dompropst zu St. Stephan in Wien, und wurde nach Albrecht’s Grafen von Ortenburg Tode am 29. September 1390 zum Bischof von Trient erwählt; im Jahre 1411 Cardinal. Herzog Friedrich von Tirol (Friedel mit der leeren Tasche) war des Bischofs Georg erbitterter Gegner und hatte ihn längere Zeit gefangen gehalten. Auf dem Concil von Constanz spielte der Bischof, der sich der besonderen Huld des Kaisers Sigismund erfreute, eine bedeutende Rolle. Der Kaiser ernannte Georg auch zum Princeps aulae und geheimen Rathe. In den Fehden, welche die Brüder Friedrich von Tirol, Ernst den Eisernen und ihren Vetter, den nachmaligen Kaiser Albrecht II.[WS 1], entzweiten, war Bischof Georg, dessen Staatsklugheit von seinen Zeitgenossen hochgehalten ward, als redlicher Vermittler thätig. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Albrecht IV.