BLKÖ:Liechtenstein, Heinrich (V.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Liechtenstein, Hugo
Band: 15 (1866), ab Seite: 126. (Quelle)
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27. Heinrich, nach der Zahl der Heinriche in der Familie Heinrich V., und weil er auf beiden Füßen gelähmt war, der Hinkende genannt, ist ein Sohn Georg’s aus dessen Ehe mit Hedwig von Pottendorf, der Witwe seines Oheims Johann von Liechtenstein. Seine ausgezeichneten Fähigkeiten erwarben ihm das Vertrauen des österreichischen Herzogs Albrecht in solchem Maße, daß ihn dieser im Jahre 1459 zu seinem geheimen Rathe erhob und sich seine Dienste, damit er diese keinem anderen Fürsten leiste, durch einen bedeutenden Jahresgehalt sicherte. Im Jahre 1463 ging L. als Gesandter zu dem Böhmer-König Georg nach Prag. Später als Feldhauptmann in Diensten des Ladislaus Posthumus nahm er die Stadt Steier in Oberösterreich dem hartnäckigen Gegner mit Gewalt ab. König Mathias Corvinus ernannte ihn zum Landeshauptmann von Mähren, als welcher er in den Kämpfen, welche in jenen Tagen in beiden Erzherzogthümern oft vorkamen, eine Rolle spielt und an der Spitze der mährischen Barone den Landeshauptmann Cribor von Cimburg aufforderte, das Tobitschauer Buch (Kniha towaczowska) zu verfassen. Heinrich starb im Jahre 1483 und die von ihm in der Ehe mit Agnes von Starhemberg gestiftete Nebenlinie erlosch schon mit seinem Sohne Georg [S. 123, Nr. 20]. –