BLKÖ:Lucchi, Georg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 131. (Quelle)
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2. Georg Lucchi (geb zu Romál, einem Dörfchen im Valle di Non in Südtirol 30. November 1786, gest. zu Trient 15. September 1838), ein ausgezeichneter Schulmann. Zuerst besuchte er die Schulen in Trient, dann, um die deutsche Sprache zu erlernen, das Gymnasium und die Humanitätsclassen zu Meran. Die Philosophie hörte er zu Innsbruck und von dort ging er nach Trient zurück, wo er das Studium der Theologie begann, es aber schon im Jahre 1807 aufgab, da er bereits damals, erst 21 Jahre alt, ein Lehramt erhielt. Als das Gymnasium in Trient errichtet wurde, bekam er, 1817, die Präfectenstelle. Der Aufschwung, den diese Lehranstalt in kurzer Zeit nahm, ist vornehmlich den Bemühungen Lucchi’s zu danken. Mit Leib und Seele seinem Berufe sich widmend, that er Alles, um die seiner Leitung anvertraute Anstalt zu heben und wurden seine Verdienste um dieselbe auch durch die große goldene Civil-Verdienstmedaille ausgezeichnet. Ein gründlicher Philolog, vornehmlich Graecist, und ein Freund und Kenner der Literatur, hatte er eine reiche Sammlung griechischer Classiker in guten Ausgaben, italienischer Autoren und anderer gediegener Fachwerke zu Stande gebracht, die er seiner letztwilligen Anordnung gemäß der Anstalt vermachte, an der er so viele Jahre segensvoll gewirkt. [Necrologia di Giorgio Lucchi, prefetto del ginnasio di Trento (Rovereto 1838, 8°.). – Florilegio scientifico-storico-letterario del Tirolo [132] italiano (herausgegeben von Jacopo Galvagni) (Padua 1856, Aug. Sicca, gr. 8°.) Trimestre secondo, p. 226: „Necrologia scritta“ da Giamb. Garzetti.] –