BLKÖ:Mikosch, Maria Franziska Gräfin

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mikolasch
Band: 18 (1868), ab Seite: 282. (Quelle)
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Mikosch, Maria Franziska Gräfin (Gründerin mehrerer nach ihr benannten Stiftungen, gest. um das Jahr 1751). Eine geborne Hanne, vermälte sie sich zuerst mit Bernhard Georg Freiherrn von Mikosch, der im Jahre 1700 unter die neuen Ritterstands-Geschlechter aufgenommen, später zum kais. geheimen Rathe ernannt und letzten Jänner 1720 in den neuen Herrenstand aufgenommen wurde. Im nämlichen Jahre erhob ihn Kaiser Karl VI., der ihm seine Huld in großem Maße zuwandte, in den Grafenstand, worüber mit 7. April 1721 das Diplom ausgefertigt wurde. Mit seinem Sohne Karl Georg, der im Jahre 1738 minderjährig starb, erlosch die gräfliche Linie dieses Geschlechtes, das, wie es scheint, in anderen Zweigen in Preußen fortblüht. Die Gräfin Franziska vermälte sich nach dem Tode ihres ersten Gatten, des Grafen Mikosch, mit dem Freiherrn von Malanotte. In ihrem am 3. August 1748 errichteten und am 22. Juni 1751 eröffneten Testamente machte sie eine Reihe von Stiftungen, welche ihrem Andenken eine bleibende Erinnerung sichern. Diese Stiftungen sind: 1) für arme Oberofficiers-Witwen; 2) für arme Studenten; 3) für Ingenieurs-Cadeten; 4) für arme Kinder im St. Johannesspitale; 5) für Kranke bei den barmherzigen Brüdern und 6) bei den Elisabethinerinen in Wien, bei welchen Stiftungen sie der Freiherr von Moser’schen Familie das jus praesentandi in perpetuum einräumte. Die für diese Stiftungen bestimmte Summe betrug viele Tausend Gulden. Die Gräfin nennt H. v. Bergmann in dem unten citirten Medaillenwerke eine geborne v. Hamme und mit dem Taufnamen Theresia; [283] bei Geusau erscheint sie als geborne v. Hanne und an allen drei Stellen mit dem Taufnamen Maria Franziska.

Bergmann (Jos.). Medaillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer des österreichischen Kaiserstaates vom XVI. bis zum XIX. Jahrhunderte (Wien 1844–1857, Tendler, 4°.) Bd. II, S. 260. – Geusau (Anton Reichsritter), Geschichte der Stiftungen, Erziehungs- und Unterrichtsanstalten in Wien u. s. w. (Wien 1803, Ign. Grund, 8°.) S. 249, 334 u. 476. – Nagy (Iván), Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Mor. Ráth, 8°.) Bd. VII, S. 495.