BLKÖ:Moering, Alexander (Vater)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 18 (1868), ab Seite: 424. (Quelle)
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Ludwig Georg Karl’s dritter Sohn Alexander trat im Jahre 1834 in das Infanterie-Regiment Nr. 15, in welchem er schon im nächsten Jahre zum Officier befördert wurde. Als solcher machte er den mathematischen Artillerie-Lehrcurs im ehemaligen Bombardiercorps und die [425] Prüfung zum Generalstabe mit. Im Jahre 1841 trat er aus der Armee in den Civilstaatsdienst über, in welchem er zur Zeit die Stelle eines Ministerial-Bau-Archivars bekleidet. Er ist der Schöpfer der auf der Londoner und der letzten Pariser Ausstellung mit silbernen Medaillen ausgezeichneten Donaukarte in 90 Bl., welche von Passau bis zum eisernen Thore unweit Orsova reicht. Es ist dieß eine Arbeit unsäglichen Fleißes, großer technischer Geschicklichkeit und bewunderungswürdiger Ausdauer von zehn Jahren, ohne welche an eine Regulirung der Donau gar nicht gedacht werden kann. Er ist in Anerkennung seiner Verdienste früher bereits mit dem goldenen Vedienstkreuze mit der Krone, dem Ritterkreuze des württembergischen Friedrich-Ordens und im J. 1867 mit dem Ritterkreuze des Franz Joseph-Ordens ausgezeichnet worden. Aus seiner Ehe mit Karoline Preißmann, einer Tochter des Fabriksdirectors Preißmann zu Teesdorf und der Gräfin Maria Anna Hoyos, stammt ein Sohn Alexander, der im Jahre 1864 in die k. k. Artillerie-Regimentsschule des 2. Regiments eintrat, im Jahre 1866 Lieutenant wurde und als noch nicht ganz siebenzehnjähriger Officier den österreichisch-preußischen Krieg des Jahres 1866 mitmachte. Als sein Hauptmann gefangen wurde, schlug sich Alexander mit 45 Mann seiner Abtheilung durch mehrere überlegene feindliche Cavallerieangriffe durch und rückte mit zwölf Mann zum Bataillon ein.