BLKÖ:Namias, Giacinto

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 20 (1869), ab Seite: 78. (Quelle)
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Namias, Giacinto (Arzt, geb. zu Venedig 10. April 1810). Vollendete in seinem Vaterlande die medicinischen Studien, erlangte aus denselben die Doctorwürde und übte sofort die ärztliche Praxis aus, in welcher er sich durch seine Geschicklichkeit bald einen großen Ruf erwarb. Er bekleidet gegenwärtig die Stelle eines Chefarztes am großen bürgerlichen Hospitale zu Venedig. Durch seine wissenschaftlichen Arbeiten in seinem Fach erwarb er sich die Mitgliedschaft des Istituto Veneto eli scienze, lettere ed arti, an welchem er später auch zum Secretär erwählt wurde. Zuerst gab er in Gemeinschaft mit G. B. Fantonetti von 1845–1847 das „Giornale per servire ai progressi della Patologia“ in 6 Bänden (8°.) heraus, später zusammen mit Dr. Fario seit vielen Jahren schon das „Giornale veneto di scienze mediche“ (Venedig, Dalla Pace, 8°.). Seine medicinisch-naturwissenschaftlichen Abhandlungen sind zum größten Theile in den „Memorie“ des Istituto veneto abgedruckt, unter denen besonders anzuführen sind: „Esperienze chimice su fluidi di persone che usarono internamente preparationi d’iodo“, auch besonders abgedruckt (Venedig 1852, 4°.); – „Studij sull’ elettricità applicata alla medicina“; – „Sugli ipofosfiti di soda e di calce“. Als im Jahre 1841 die Versammlung der italienischen Naturforscher zu Florenz tagte, überreichte N. derselben seine Schrift: „Di alcuni effetti dell’ elettrico sopra l’animale economia“. Die Choleraseuche nahm auch seine Aufmerksamkeit in Anspruch, und schon im Jahre 1854, als sie in Italien ziemlich heftig auftrat, veröffentlichte N. eine Schrift über die Ergebnisse seiner Beobachtungen dieser Krankheit. Das erneuerte Auftreten der Seuche im Jahre 1865 veranlaßte N., Vorträge zu halten, und dieselben wurden durch einen seiner Zuhörer gesammelt und unter dem Titel: „Lezioni orali sul Colerà del Dottore Giacinto Namias raccolte da un uditore de’ suoi clinici insegnamenti nella Scuola pratica dell’ ospidale medesimo“ (Venezia 1865, Antonelli) herausgegeben. Die letzten selbstständig erschienenen Schriften N.’s sind: „Sui principi elettro-fisiologichi devono indirizzare gli usi medici deIl’ eletricittà[WS 1], studj“ (Venezia 1860, Cecchini, 8°.); – „Nuovi studii esperimentali di elettricità nelle sue applicazioni alla Medicina“ (Venezia 1865, 4°.). Vieles von seinen Arbeiten – meist medicinischen Inhalts – ist im Giornale Veneto di scienze mediche, und in den Esercitazioni scientif. e letter. dell’ Ateneo di Venezia abgedruckt.

Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, Joh. Ambr. Barth, 8°.) Bd. II, Sp. 252.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: elletricittà.