BLKÖ:Paris von Giuliani

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 21 (1870), ab Seite: 303. (Quelle)
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4. Paris von Giuliani (geb. im Jahre 1744, gest. zu Klagenfurt 8. April 1810), war Professor der Mathematik, Director des philosophischen Studiums am Lyceum zu Klagenfurt und Bibliothekar daselbst. Er war in seiner früheren Zeit Mitglied des Ordens der Gesellschaft Jesu, Astronom zu Landshut und kam an das Lyceum zu Klagenfurt, wo er über vier Jahrzehnde im Lehramte wirkte. In früherer Zeit war er vielfach als Fachschriftsteller thätig, hat außer zahlreichen astronomischen Beobachtungen, welche in Hell’s „Ephemeriden“ abgedruckt stehen, ein selbstständiges Werk: „Verbesserte Markscheidekunst“ (Wien 1799 [Barth in Prag], mit [304] 4 K. K., 4°.) herausgegeben. In den letzten Jahren arbeitete er an einem anderen Werke, betitelt: „Neue und einzig wahre Theorie von dem Widerstande der Seile und Ketten bei Maschinen“. Ob dasselbe im Drucke erschienen. ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Im Jahre 1808 erhielt er über eine von dem Lehrkörper des Klagenfurter Lyceums hohen Orts gemachte Vorstellung in Anerkennung seiner durch 41 Jahre dem Staate geleisteten Dienste die große goldene Medaille. [Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthums (Wien, Ant. Doll, 4°.), II. Jahrg. (1808), 1. Band, Intelligenzblatt des Monats October, Sp. 146. – Annalen der Literatur und Kunst in dem österreichischen Kaiserthume (Wien, A. Doll, 8°.) Jahrg. 1811, Bd. I, S. 114 [nach diesen gest. am 1. April 1810]. – I. Programm des k. k. Staatsgymnasiums zu Klagenfurt am Schlusse des Schuljahres 1851 (Klagenfurt, Leon, 8°.), im Aufsatze: „Chronik des k. k. Gymnasiums zu Klagenfurt“, von Rainer Graf, S. 40 u. 45 (nach dieser gest. am 8. April 1810).]