BLKÖ:Pilgram, Johann Baptist Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 22 (1870), ab Seite: 291. (Quelle)
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2. Johann Baptist Freiherr von Pilgram (k. k. Staats- und Conferenzrath, geb. zu Wien 24. Juni 1780, gest. ebenda 30. Mai 1861). Stammt aus einer Familie, welche bereits im Jahre 1621 die Siegelmäßigkeit, im Jahre 1787 aber den österreichischen Adel mit dem Ehrenworte Edler von erhalten hat. Johann Baptist trat nach beendeten rechtswissenschaftlichen Studien im Jahre 1803 in den Staatsdienst, wurde im Jahre 1814 Rath bei dem niederösterreichischen Mercantil- und Wechselgerichte, im Jahre 1816 aber innerösterreichischer Appellationsrath. Im Jahre 1820 zum Hofrath bei dem lombardisch-venetianischen Senate der obersten Justizstelle ernannt, wurde er im Jahre 1827 zum Wiener Senate dieser Stelle übersetzt, im März 1828 zur Dienstleistung in den Staatsrath berufen, am 7. December 1829 zum staatsräthlichen Referenten, am 10. November 1834 aber zum Staats- und Conferenzrathe befördert. In der Folge erhielt P. die geheime Rathswürde, am 10. Juli 1838 die Kanzlerstelle des goldenen Vließ-Ordens und am 2. August 1840 das Ritterkreuz des St. Stephan-Ordens, welchem statutengemäß mit Diplom ddo. 2. September 1840 die Erhebung in den erbländischen Freiherrnstand folgte. In welchem Vertrauen Staatsrath Pilgram bei Weiland Sr. Majestät Kaiser Franz I. gestanden, erhellet aus der Thatsache, daß ihm der Monarch laut §. IX seiner letztwilligen Anordnung vom 1. März 1835 ein Andenken seiner Gnade hinterlassen hat. Freiherr von Pilgram war dreimal vermält: 1) mit Maria Anna geb. von Mayerberg (gest. 1807); 2) seit 15. Jänner 1818 mit Maria Theresia geb. Freiin von Herbert (geb. 2. Juli 1792, gest. 10. Februar 1847); 3) seit 1. Juli 1850 mit Albertine Maria Theresia geb. Freiin von Schloißnigg (geb. 4. October 1809). Witwe des im Jahre 1834 verstorbenen Johann Nepomuk Freiherrn von Tinti. Aus der zweiten Ehe stammen folgende Kinder: Joseph Johann Julius (geb. 4. Juni 1819), k. k. Hauptmann; Auguste Friederike Cölestine (geb. 10. September 1823), vermält (seit 31. Jänner 1842) mit Franz Seraphin Freiherr von Schloißnigg[WS 1]; und Theodor Friedrich Leopold (geb. 5. März 1825). [Freiherrnstands-Diplom ddo. 2. September 1840. – Wappen. Von roth und schwarz mit einem schmalen goldenen Querbalken getheilter Schild. Im oberen rothen Felde wächst aus der Theilung ein vorwärts gekehrter Pilger mit kurzem Haar und Bart, goldenem Gürtel, vom Halse über die Schultern herabhängendem kurzem braunem Mäntelchen, mit zwei Jacobsmuscheln daran, auf dem Haupte einen vorn aufgestülpten, auf der Stülpe mit einer Jacobsmuschel besetzten Hut, in der Rechten ein blaues Buch mit goldenem Schnitt, in der linken einen natürlichen Pilgerstab in schräglinker Stellung haltend. Im unteren schwarzen Felde erhebt sich aus dem Fußrande bis zur Mitte der Theilung eine goldene eingebogene Spitze, welche mit einer natürlichen Jacobsmuschel besetzt und von zwei gleichen begleitet ist. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher drei gekrönte Turnierhelme sich erheben. Aus der Krone des mittleren, in’s Visir gestellten Helms wächst der Pilger des oberen rothen Feldes. Auf der Krone des rechten Helms erhebt sich ein geschlossener, mit den Sachsen nach links gekehrter schwarzer Adlerflug, welcher von einem goldenen linksschrägen Balken durchzogen ist. Der Balken ist von drei natürlichen Jacobsmuscheln belegt; aus der Krone des linken Helms wallen drei Straußenfedern, eine silberne zwischen rothen, hervor. Die Helmdecken des rechten Helms zu beiden Seiten und jene des mittleren zur rechten Seite sind schwarz mit Gold, jene des linken Helms zu beiden Seiten und des mittleren zur linken Seite roth mit Gold belegt. Devise. Unter dem Schilde auf rothem Bande in silberner Lapidarschrift: Thue Recht und scheue Niemand.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Franz Seraphin Freiin von Schloißnigg.