BLKÖ:Riezlmair, Georg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Righini, Vincenz
Band: 26 (1874), ab Seite: 151. (Quelle)
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Riezlmair, Georg (Zeichner und Maler, geb. zu Weißkirchen in Oberösterreich im Jahre 1784, gest. zu Kremsmünster 22. September 1852). Wurde im Jahre 1800 unter Abt Wolfgang Leuthner als Lehrgehilfe an der Normal-Hauptschule zu Kremsmünster angestellt. Im Jahre 1804 ging er nach Wien, wo er die Figuren- und Handzeichnungsschule an der k. k. Akademie der bildenden Künste besuchte und darauf im Jahre 1805 im Kremsmünsterer Convicte die Stelle als Schreib- und Zeichnungslehrer erhielt, auf welchem Posten er mit kurzer Unterbrechung im Jahre 1811, in welchem er in Wien den Architecturcurs besuchte, bis zu seinem im Jahre 1852 im Alter von 68 Jahren erfolgten Tode thätig war. Die größte Zahl seiner Arbeiten besteht aus guten architektonischen Tuschzeichnungen, dann sind von ihm vorhanden ein großes, in Tusch ausgeführtes Ornamentenstück und ein Bild: „Die Familie Christi“, nach einem in der Gemäldesammlung des Stiftes Kremsmünster vorhandenen Originale in Tusch ausgeführt, das gegenwärtig in der Kunstsammlung des Stiftes, welche unter des Pater Oddo Schima Obhut in wahrhaft musterhafter Weise organisirt und aufgestellt ist, sich befindet. In der Deckfarbenmalerei hat er mehrere Ansichten des Stiftes Kremsmünster und malerischer Gegenden Oberösterreichs ausgeführt. Eine große Ansicht des Stiftes von der Nordostseite, eine andere in der Vogelperspective befinden sich in den Gemächern der Prälatur; eine davon ist in 12°.-Format von A. Dworzak sauber in Kupfer gestochen; – eine andere Ansicht des Stiftes von der Südseite, sowie eine des Dorfes Grünau befinden sich gleichfalls in Kremsmünster, wo sein Schwiegersohn, der gegenwärtige Zeichnungslehrer Dümler, noch einige Arbeiten R.’s besitzt. Mehrere sehr hübsche Aquarellbilder R.’s sah Herausgeber dieses Lexikons im Pfarrhofe zu Oberstallzell unweit Kremsmünster. Andere Bilder, meist Aquarelle, befinden sich zerstreut im Besitze von Privaten in Oberösterreich.

Handschriftliche Notizen.