BLKÖ:Roth, Johann Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Roth, Johann Wenzel
Band: 27 (1874), ab Seite: 103. (Quelle)
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7. Johann Joseph Roth (geb. zu Michelsdorf in Siebenbürgen am 14. März 1787, gest. am 23. Juli 1866). Sein Vater Michael war evangelischer Pfarrer. Der Sohn Johann Joseph besuchte das evangelische Gymnasium in Hermannstadt, ging dann nach Deutschland und vollendete seine wissenschaftliche Ausbildung an der Heidelberger Hochschule, wo er vier Jahre verweilte. Nach seiner Rückkehr wurde er Bibliothekar am Baron Bruckenthal’schen Institute in Hermannstadt, später Gymnasiallehrer daselbst, im Jahre 1820 Prediger an der dortigen Kirche, 1823 Pfarrer zu Talmesch und Mitte 1835 Nachfolger des Johann Filisch auf dessen Stelle als Stadtpfarrer von Hermannstadt, welche er durch 31 Jahre bis zu seinem im Alter von fast 80 Jahren erfolgten Tode versah. R. hat folgende Schriften veröffentlicht: „De scriptoribus rerum Transilvanicarum Saxonicis Dissertatio. Historiae civilis fasciculus I.“ (Cibinii 1816, Barth, 8°.); – „Ueber Methode und Ziel des Zeichnen-Unterrichts am Gymnasium“ (ebd. 1818). R., um die Förderung des Kunstsinnes besorgt, ließ sich als Gymnasiallehrer insbesondere die Hebung des Zeichnenunterrichtes angelegen sein und veröffentlichte aus diesem Anlasse das eben genannte Schriftchen; endlich, als der Polizeidirector Friedrich Schalker anonym in den Kronstädter Blättern die Verwaltung des Hermannstädter Pfarrers in kirchlichen Angelegenheiten angegriffen hatte, trat R. gegen diese Anschuldigungen öffentlich auf und gab die Rechtfertigungsschrift: „Bitte des Hermannstädter Stadtpfarrers an alle diejenigen Leser der Kronstädter Tagesblätter, welche den Artikel in denselben: „Die Kirchenfrage in Hermannstadt“ nicht überschlagen haben“ (o. A. d. O. u. J. [Hermannstadt 1847], 8°.) heraus. Die Muße seines Berufes widmete R. naturwissenschaftlichen, vornehmlich entomologischen Studien und legte eine ansehnliche Käfersammlung an, welche gegenwärtig dem naturhistorischen Vereine in Hermannstadt angehört. [Hermannstädter Zeitung vom 6. August 1866, Nr. 185: „Biographie Roth’s“, von M. Fuß.] –