BLKÖ:Sárai, Andreas

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Sapieha, Paul Johann
Band: 28 (1874), ab Seite: 240. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Sárai, Andreas|28|240|}}

Sárai, Andreas (protestantischer Theolog, geb. zu Türkös bei Kronstadt im Jahre 1793, gest. zu Bukarest 10. April 1850). Studirte am evangelischen Gymnasium zu Kronstadt, dann in Preßburg, war 1815–1817 evangelischer Prediger in Brünn und folgte im April 1818 einem Rufe als Pastor der evangelischen Gemeinde in Bukarest. Im Auftrage seiner Gemeinde, welche unter kön. schwedischem Schutze stand, reiste S. in den Jahren 1833–1836 über Constantinopel, Odessa nach St. Petersburg, dann nach Stockholm, Kopenhagen, Liefland, Preußen, Sachsen und über Wien, Pesth, Hermannstadt und Kronstadt nach Bukarest zurück. Dort geriethen die Kirchengemeindemitglieder mit ihm und dem schwedischen Viceconsul Honor. Gaudi in Zwiespalt, in Folge dessen Gaudi seinem Posten, der nun gänzlich aufgehoben wurde, entsagte und der König von Schweden die fernere Protection dieser Kirche im Jahre 1839 an Oesterreich und Preußen überließ. Auch Sárai hatte, wohl in Folge dessen, sein Pfarramt niedergelegt. Er gründete sodann eine Unterrichtsanstalt in Bukarest, [241] deren Leitung er bis an sein im Alter von 57 Jahren erfolgtes Lebensende innehatte. Sárai hat eine Geschichte seiner Gemeinde unter dem Titel: „Nachricht aber die Entstehung, Fortdauer und den gegenwärtigen Zustand der evangelisch-lutherischen Gemeinde zu Bukarest im Fürstenthume der Walachei ...“ (St. Petersburg 1834, Hintze, 8°.) herausgegeben.

Trausch (Joseph), Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denk-Blätter der Siebenbürger Deutschen (Kronstadt 1871, Joh. Gött, gr. 8°.) Bd. III, S. 156.