BLKÖ:Sala, Alessandro

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 28 (1874), ab Seite: 88. (Quelle)
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Noch sind folgende Personen des Namens Sala bemerkenswerth, u. z.:

1. Alessandro Sala (geb. zu Brescia, gest. ebenda im Jahre 1845). Aus guter Familie, zeigte er früh Talent und Liebe zur Kunst, worin er zuerst in Brescia die Ausbildung erhielt und sich später in Bologna und Florenz vervollkommnete. Eine Reise durch ganz Italien, wo er namentlich in Rom und Neapel die Meisterwerke der Kunst studirte, vollendete seinen Kunstunterricht. Da er Vermögen besaß, übte er die Kunst nicht des Gewinnes [89] halber, sondern zu seinem Vergnügen aus, ohne deßhalb die Aufgabe des Künstlers minder ernst zu nehmen. Zugleich betrieb er mit Vorliebe archäologische und mineralogische Studien und war in ersterer Richtung überdieß schriftstellerisch thätig. So schrieb er über Anregung der gelehrten Gesellschaft Ateneo di Brescia, eine Guida di Brescia, beschrieb und erläuterte mehrere in der Bibliothek des Athenäums aufbewahrte archäologische Cimelien; zeichnete, äzte selbst und beschrieb die vorzüglichsten, in Brescia befindlichen Gemälde, restaurirte sehr geschickt mehrere derselben und hinterließ auch sonst noch mehrere recht schätzbare Werke seines Pinsels. Alessandro Sala war viele Jahre Mitglied des Ateneo di Brescia, einige Zeit auch dessen Vicepräsident, und sein Nachfolger auf diesem Posten, Pagani, hielt in einer Sitzung des Ateneo einen Vortrag, in welchem er Sala’s Verdienste als Künstler, Schriftstellet und Mensch würdigte. [Commentario dell’ Ateneo di Brescia per egli anni accademici MDCCCXLV e MDCCCXLVI (Brescia 1847, Venturini, 8°.) p. 181.] –