BLKÖ:Sapieha, Johann Peter

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 28 (1874), ab Seite: 238. (Quelle)
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9. Johann Peter S. (geb. 1569, gest. 24. September 1612, n. A. schon 8. Juni 1611), von der Siewierski’schen Linie; ein Sohn des Castellans von Kiew, Paul S. In den Waffen zu Hause gebildet, verdiente er sich 1600 unter Zamoyski in der Walachei die ersten Sporen; focht dann in Liefland, wo er bei Wolmar 1600 durch seine verwegene Tapferkeit bald sein Leben eingebüßt hätte. Später that er sich bei Dorpat und 1605 bei Kircholm so hervor, daß ihn Chodkiewicz mit der Nachricht des Sieges an den König sandte. Weiteren Ruhm erkämpfte er sich bei Bolchow, Kalazin, Trojco, demüthigte den Empörer Szujski und befreite alle von ihm gefangen gehaltenen Polen. Er selbst war ein gewaltiger Kriegsheld, aber die Zügellosigkeit und die Rohheit seiner Truppen schmälerten beträchtlich seinen Kriegsruhm. Von seiner Hand sind Denkwürdigkeiten vorhanden, in welchen er seine Züge und Kriegsthaten schilderte. Diese Aufzeichnungen befinden sich zu Skokloster in Schweden aufbewahrt. Sein Tagebuch aber, das er über den Feldzug gen Rußland geführt, ist in russischer Uebersetzung im Drucke erschienen. [Porträt. Unterschrift: Jan Piotr Sapieha Sta Uświatski Wodz Woysk polskich na Moskwie. Umarł w Kremlinie 24. Wrz. 1612. r. T. U. Niemcewicz del., Weiß inc. (4°., Ovalbild).] –