BLKÖ:Schaffgotsch, das Grafengeschlecht, Wappen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 29 (1875), ab Seite: 77. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Schaffgotsch (Adelsgeschlecht) in der Wikipedia
Schaffgotsch in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Schaffgotsch, das Grafengeschlecht, Wappen|29|77|}}

IV. Wappen der Grafen Schaffgotsch. Quadrirter Schild mit Herzschild. 1 und 4: in Gold ein schwarzer Adler mit silbernem Halbmond auf der Brust; 2 und 3: von Roth und Silber geschacht. Herzschild. 1 und 4: in Silber vier rothe Pfähle; 2 und 3: in Blau auf einem dreifachen grünen Hügel ein gekrönter goldener Greif, welcher in den Vorderpranken einen silberfarbenen Stein hält. Ueber dem Herzschilde ruht der Fürstenhut. Devise: „Sanguine nostro tinctum“. – Der Name und das Wappen der Schaffgotsch besitzen eine kleine Literatur, die bis an die Gegenwart heraufreicht. Erst in jüngster Zeit erzählt uns die Leipziger Illustrirte Zeitung (J. J. Weber) in ihrem stehenden Artikel: „Deutschlands Schild- und Wappensagen“ im 53. Bande (1869), Nr. 1381, S. 505, jene von den Schaffgotsch. Aber viele Jahre früher schon gab in anziehender Weise darüber Nachricht das Hormayr’sche „Taschenbuch für vaterländische Geschichte“ (Wien, 12°.) VII. Jahrg. S. 98: „Der Schaffgotsche Wappenschild“, und S. 103: „Der Ritt um den Kynast“. Auch die Poesie ließ so dankbare Stoffe sich nicht entgehen und Freiherr von Zedlitz dichtete die Ballade: „Der erste Schaffgotsch“; Benedict Freiherr von Püchler: „Die vier Streifen im Wappenschilde [78] der Schaffgotsche“, und Johann Langer schrieb in metrischer Form: „Der Greif der Schaffgotsche. Vaterländische Sage“, das Stollberg’sche Gedicht: „Der Ritt um den Kynast“ nicht zu vergessen. Die drei ersteren Gedichte finden sich in der „Oesterreichischen Adelshalle“ (Wien 1842, Wimmer, 8°.) S. 239–252, abgedruckt.