BLKÖ:Schrödl, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 31 (1876), ab Seite: 344. (Quelle)
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Schrödl, auch Schrödel, Anton (Maler, nach dem „Officiellen Kunstkataloge der Weltausstellung 1873 in Wien“, geb. zu Wien, Geburtsjahr unbekannt). Zeitgenoß. Hat allem Anscheine nach in Wien auch seine künstlerische Ausbildung erhalten und ist im Jahre 1841 in der Jahres-Ausstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna zum ersten Male, und zwar mit einem Oelbilde, das ein „Jagdstück“ vorstellte, aufgetreten. In der Pesther Kunstausstellung 1844 erschien von ihm ein „Thierstück“, ein Aquarellbild (angek. um 35 fl.). Nach langjähriger Pause stellte er im österreichischen Kunstverein 1851 ein Oelbild: „Sturm am See“ (300 fl.) und im folgenden Jahre wieder bei St. Anna: eine „Gebirgslandschaft“ (340 fl.) – und die Ansicht: „Waldbachstrupp bei Hallstadt“ (340 fl.) aus. Vom Jahre 1854 an begegnet man ab und zu nach bald längeren, bald kürzeren Intervallen in den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins seinen landschaftlichen, meist in Oel gemalten Bildern, an welche sich in den späteren Jahren einige besonders gelungene Thierstücke anschlossen. So waren denn in den genannten Ausstellungen zu sehen, 1854, im April: „Gebirgslandschaft“ (150 fl.); – im Juni: „Gebirgssee“ (170 fl.); – im August: „Gebirgslandschaft“, Eigenthum des Herrn Romano; – 1855, im Jänner: „Ruhende Thiere“ (300 fl.); – 1862, im Juni: „Ungarische Puszta“, Eigenthum des Grafen Edmund Zichy; – 1866, im Mai: „Gebirgslandschaft“. Eigenthum des Herrn Romano; – 1868, im April: „Gebirgslandschaft“, Sepiazeichnung (50 fl.); – im Mai: „Landschaft“, Zeichnung (100 fl.); – 1869, im October: „Thierstück“; – 1870, im April: „Inneres eines Stalles im Marchfelde“; – im Mai: „Gemsen im Hochgebirge“; – 1871, im Februar: „Schafe“; – „Esel“; – „Schafe in einem Stalle zu Probstdorf im Marchfelde“; – im März: „Jagdhunde“ (250 fl.); – im Mai: „Schafe und Hahn“ (400 fl.); – „Der verendete Hirsch (450 fl.); – „Pferd“ (400 fl.); – im December: „Ruhender Hund“ (600 fl.); – 1872, im Jänner: „Pferd und Esel“ (600 fl.); – „Schafe“ (400 fl.); – „Fasanen und Rebhühner“ (600 fl.); – im Februar: „Alpenbauer“; – im März: „Die alte Spinnerin“; – „Inneres eines Stalles zu Leopoldsdorf“ (600 fl.); – in den Ausstellungen des Künstlerhauses in Wien, 1870: „Im Stalle“ (650 fl.); – in der Kunsthalle der Wiener Weltausstellung 1873 war S. mit zwei Bildern: „Schafstall“ und „Stall mit Ochsen“, vertreten. Auch sind dem Herausgeber mehrere für L. T. Neumann und Paterno in Wien von Schrödl lithographirte Blätter bekannt, und zwar für Ersteren: „Heimkehrende Landleute“; – „Die Ruine“ und „Die Dorfschmiede“, sämmtlich nach Gauermann; für Letzteren: „Gewitter am Nassfeld“; – „Die beendigte Hirschjagd“; – „Edelwild, von Wölfen überfallen“, diese drei gleichfalls nach Gauermann, und „Die Wallfahrer“, nach Ranftl. Schrödl’s Arbeiten, welche sich vor Allem durch eine Technik ohne Gleichen und großen Fleiß in der Ausführung [345] auszeichnen, sind in Gallerien und Sammlungen von Kunstfreunden nicht selten anzutreffen. In der Sammlung des Triester Kunstfreundes Marcus Amodeo, welche am 16. November 1870 und den folgenden Tagen im Wiener Künstlerhause zur Versteigerung kam, befand sich ein brillant gemaltes Bildchen S.’s: „Das Innere einer Küche“ vorstellend, auf Holz gemalt (28 Zoll hoch, 24 Zoll breit); in einer früheren von Posonyi (am 15. December 1869) veranstalteten Versteigerung von Aquarellen fand sich von S. ein Blatt vor, schön aquarellirte „Baumstudien nach der Natur“ (9 Zoll 6 Linien hoch., 7 Zoll breit), und in einer von Karl Sedelmayer am 25. April 1861 begonnenen Versteigerung das „Innere eines Stalles“ von Schrödl in Oel gemalt. Aus einer Mittheilung der Frankl’schen „Sonntagsblätter“ erfahren wir, daß der damals (1843) noch wenig bekannte Künstler nach mehreren, auf einer Reise in Steiermark und Oberösterreich aufgenommenen Skizzen Aquarelle vollendet hatte, welche leider „durch die Verhältnisse des Malers“ einzeln verkauft werden mußten, auf diese Art oft verschleudert wurden und daher gar nicht in die Kunstausstellungen gelangen konnten.

Monats-Verzeichnisse des österreichischen Kunstvereins (Wien, 8°.) 1854, April, Juni, Juli, August; 1855, Jänner: 1862, Juni; 1866, Mai; 1868, Mai; 1869, October; 1870. April, Mai; 1871, Februar, März, Mai, December; 1872, Jänner, Februar, März. – Frankl (Ludw. Aug. Dr. ), Sonntagsblätter (Wien, 8°.) III. Jahrg. (1844), S. 138, im Kunstberichte über Malerei.