BLKÖ:Schwarzenberg, Wappen

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 33 (1877), ab Seite: 35. (Quelle)
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Wappen. Ein quer getheilter Schild mit Herzschild. Die obere Reihe des Herzschildes ist zweimal und die untere Hälfte einmal der Länge nach gespalten. In der Ehrenstelle erscheint als ein besonderes kaiserliches Gnadenzeichen der Herzschild des österreichischen kaiserlichen Wappens, welches von oben nach unten zweimal getheilt ist, zur rechten der rothe gekrönte aufgerichtete Löwe von Habsburg im goldenen Felde, zur Linken das herzoglich-lothringische Wappen, drei über einander gesetzte gestümmelte silberne Adler, auf einem schräg rechts gezogenen rothen Balken in goldenem Felde, und in der Mitte das nunmehrige Hauswappen, ein silberner Querbalken im rothen Felde, in welchem zur Verherrlichung der höchsten Gnade über das Ganze ein blankes Schwert mit goldenem Griffe aufrecht gestellt ist. Das erste Feld des Hauptschildes ist von Silber und blau, achtmal in die Länge getheilt (Seinsheim). In dem zweiten silbernen Quartier befinden sich drei aufsteigende rothe Spitzen (Alt-Sulz), in dem dritten ebenfalls silbernen Felde ist ein schwarzer knorrichter, schräg rechts liegender Ast, oben mit einer rothen Flamme (Freiherr von Brandis) zu sehen, und in dem vierten goldenen liegt ein abgehauener Türkenkopf mit dem Schopfe, auf welchem ein Rabe mit goldenem Halsband mit dem rechten Fuße an des Kopfes Augen und mit dem linken am Halse kratzend steht. (Wappenvermehrung für Adolph Graf Sch.) Der Mittelschild ist nach der Länge getheilt, rechts befindet sich im rothen Felde ein silberner Thurm auf einem dreifachen schwarzen Hügel (wegen Schwarzenberg) und links zeigen sich im blauen Felde drei goldene Korngarben, nach der Stellung zwei über einer (Kleggau). Der Schild ist mit fünf Helmen geziert, auf dem mittleren mit einem Fürstenhut bedeckten ist der Türkenkopf und der Rabe des vierten Feldes zu sehen, hinten welchem sechs gegen die beiden Seiten gekehrten, von Gold und Schwarz quer getheilte Fähnlein auf Lanzen von gleichen Farben hervorgehen. Der zweite zur rechten Seite stehende goldgekrönte Helm hat einen wachsenden Mann, dessen Kleidung und Mütze wie das erste Feld bezeichnet ist, der Halzkragen ist Silber, und die blau ausgeschlagene Mütze ist mit zwei blauen, und in der Mitte einer weißen Straußfeder besteckt; auf dem dritten rechten Helm steht eine wie das zweite Feld bezeichnete Bischofsmütze, der vierte Helm zur linken Seite ist mit zwei von blau und silber achtmal schräg gestreiften, und auswärts mit vier Pfauenfedern geschmückten Büffelshörnern geziert, endlich auf dem fünften ist der brennende Ast des dritten Feldes aufrecht gestellt. Schildhalter sind zwei goldene Löwen, deren Köpfe in die äußerst auf dem Schilde stehenden Helme gesteckt sind, und das ganze liegt auf einem rothen, mit Hermelin gefütterten und goldenen Franzen behangenen Mantel, welcher mit einem Fürstenhute bedeckt ist. [Vorstehende Wappenbeschreibung, dem Adelsarchive des k. k. Ministeriums des Innern in Wien entnommen, ist authentisch und die Abbildung in den illustrirten Familienblättern (bei Eurich, 4°. Bd. II, Nr. 1, S. 7) mangelhaft, da der österreichische Ehrenschild sammt dem pfahlweise gestellten Schwerte fehlt.]