BLKÖ:Seidl, Ferdinand (Hofcomponist)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Seidel, Emanuel
Band: 34 (1877), ab Seite: 10. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 135338719, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Seidl, Ferdinand (Hofcomponist)|34|10|}}

3) Ferdinand Seidl, auch: Seidel (geb. zu Falkenberg in Schlesien, Geburtsjahr unbekannt, gest. in Salzburg, Todesjahr unbekannt), war ein vorzüglicher Meister auf der Violine. Wo er seine Ausbildung erlangt, ist nicht bekannt. Um das Jahr 1757 erscheint er als Hofcomponist des Erzbischofs Sigismund in Salzburg. Mit Cristelli, Eberlin und Leopold Mozart wechselte er in der Direction der Hofconcerten. Zugleich war er ein tüchtiger Componist und hat viele Symphonien, Concerte und Solostücke, welche ebenso Originalität als Bravour verrathen, für sein Instrument geschrieben. Im Stich ist nur ein Werk bekannt: „Zwölf Menuetten für die Laute sammt einer Phantasie von H. Baron, kön. preuß. Lautenisten, als eine Probe eines neuen Druckes von musikalischen Charakteren für die Laute“ (Leipzig 1759, Fol.). Außerdem besaß die Breitkopf’sche Musik-Niederlage in Leipzig von seiner Hand ein ungedrucktes Manuscript mit zwölf Violin-Duos. [Pillwein (Benedict), Biographische Schilderungen oder Lexikon salzburgischer, theils verstorbener, theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayr’sche Buchhandlung, 8°.) S. 218. – Engl (Joh. Ev.). Gedenkbuch der Salzburger Liedertafel zum 25jährigen Stiftungsfeste am 22. November 1872 (Salzburg (1872), 8°.) S. 266. – Gerber (Ernst Ludw.), Historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1792, Breitkopf, gr. 8°.) Bd. II, Sp. 495.] –