BLKÖ:Seits, Tobias

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 34 (1877), ab Seite: 34. (Quelle)
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6. Tobias Seits (geb. in Oberösterreich, Geburtsjahr und Todesjahr unbekannt), ein ebenso tüchtiger Theolog als Botaniker. Er lebte in der zweiten Hälfte des achtzehnten und im ersten Viertel des laufenden Jahrhunderts. Er war zuletzt Pfarrer zu Oberhofen bei Mondsee, der öfter das benachbarte Salzburg besuchte, um daselbst zu botanisiren. Von seinen botanischen Arbeiten hat er durch den Druck veröffentlicht: „Allgemeine ökonomische Samen- und Früchtenlehre als Vorläufer einer europäisch-karpologischen Flora“ (Salzburg 1822, Mayr, gr. 8°.), und „Die Rosen nach ihren Früchten. Ein unentbehrlicher Leitfaden zu ihrer richtigen Bestimmung für Botaniker u. s. w. Alle bisher bekannten Rosenarten nach Trattinick’s synodus karpologisch dargestellt“ (Prag 1825, Endres, 16°.). Aber auch auf theologischem Gebiete schriftstellerisch thätig sind von ihm folgende im Druck erschienene Schriften zu verzeichnen: „Bibliothek für Geistliche auf dem Lande, zum Nutzen und Erbauung (Linz 1800, Trattnern, 8°.), kam wegen Theilnahmslosigkeit der Landgeistlichkeit, für welche das Werk bestimmt war, nicht über den ersten Band hinaus; – „Sieben Fastenreden, worin einige Hauptursachen der jetzigen Sittenlosigkeit dargestellt werden“ (Linz 1806, Haßlinger, 8°.). – „Auserlesene Gedanken aus den heiligen Urkunden beider Testamente, bei Kranken und Sterbenden anzuwenden“ (Linz 1807, Akad. Buchhandlung, 8°.). – „Katholische Kirchenlieder“ (Salzburg 1812 und 1813, 8°.). – „Katholische Feldfrüchte. Andachten bei öffentlichen Bittgängen und am Erndtefest“ (Salzburg 1824, Mayr, 8°.). – „Geistlicher Früchtekranz oder allgemeine und besondere Andachten ... Gebete, Lieder für das ganze Kirchenjahr, mit 1 Kpfr.“ (Salzburg 1825, Mayr, gr. 12°.). Tobias S. war Ehrenmitglied der ökonomischen Gesellschaft in Erlangen. [Storch (Franz Dr.) Skizzen zu einer naturhist. Topographie des Herzogthums Salzburg (Salzburg 1857, 8°.) S. 32, im Aufsatze: „Geschichte der botanischen Forschungen in Salzburg“. Von H. Reitzenbeck[WS 1].]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: G. Reitzenbeck.