BLKÖ:Sirk, Karl (Grenadier)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Sirk, Karl
Nächster>>>
Sirowy, Johann
Band: 35 (1877), ab Seite: 30. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Sirk, Karl (Grenadier)|35|30|}}

Noch verdient ein Steiermärker, auch Karl Sirk, aus Wildon gebürtig, erwähnt zu werden; derselbe war Grenadier im Infanterie-Regimente König der Belgier und machte den schleswig-holsteinischen Krieg mit. Schon [31] bei Oeversee war er verwundet worden. Im Gefecht bei Veile aber gab er eine ganz besondere Probe seiner Tapferkeit und seines Humors. Er stand in der Plänklerkette hinter einem kleinen Erdauswurfe, fast ungedeckt und dem Feinde sichtbar, ein lebhaftes Feuer unterhaltend. Am Oberarm von einer Kugel getroffen, ließ er denselben rasch von einem Kameraden verbinden, um den Bluterguß zu stillen, steckte den Arm in eine Binde und blieb im Gefechte mit gezogenem Säbel, seine Kameraden durch einen unaufhaltsamen Strom von Witz erheiternd. Die weitere Vorrückung machte er mit, obwohl er von einer Ohnmacht befallen worden war, und ließ sich erst, als der letzte Kanonenschuß fiel, in’s Verbandhaus führen, den Refrain mit tragi-komischer Betonung vor sich hinsummend: „O du lieber Augustin etc. etc.“ [Tagespost (Gratzer polit. Blatt) 1864, Nr. 281.]