BLKÖ:Sitarski, Franz von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Sitka, Jacob
Band: 35 (1877), ab Seite: 34. (Quelle)
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Sitarski, Franz von (k. k. Feldcaplan, geb. zu Lezny in Galizien[WS 1] im Jahre 1832). Der Sohn eines Privatbeamten in Galizien; dem geistlichen Berufe sich widmend, beendete er in seinem Vaterlande die theologischen Studien und trat im Jahre 1863 als Feldcaplan in das 11. Kürassier-Regiment Kaiser Franz Joseph. Mit demselben machte er den unseligen Bruderkrieg in Böhmen im Jahre 1866 mit und über sein Verhalten, im Gefechte bei Skalitz am 27. Juni, berichtet uns J. Ritter von Hoffinger in dem unten bezeichneten Werke wie folgt: „Regimentscaplan Franz von Sitarski hatte die Mannschaft vor Beginn des Gefechts, ihr hoch zu Roß in vollem Ornat das Crucifix vorhaltend, auf den herannahenden ernsten Moment aufmerksam gemacht und an ihren Eid gemahnt, dann als die ersten Schüsse gefallen waren, im dichten Kugelregen den Sterbenden Trost gebracht, auch so gut er es vermochte, Verbände angelegt und mitgeholfen, die Verwundeten aus dem Schußbereiche auf den Verbandplatz zu tragen, und als am nächsten Tage auch dieser in Gefahr kam, durch seine rechtzeitigen Einleitungen Aerzte und Verwundete vor Gefangenschaft bewahrt.“ Man wird sagen: Feldcaplan Sitarski, hat nichts weiter als seine Pflicht erfüllt. Da wir jedoch in einer Zeit leben, in welcher der Begriff der Pflichterfüllung sehr dehnbar geworden, und wir Sitarski’s Namen in keinem Ordens-Almanach verzeichnet gefunden haben, so glaubte Herausgeber umsomehr seinen Namen in dieses biographische Lexikon aufnehmen zu sollen.

Hoffinger (J. Ritter v), Lorbeeren und Cypressen von 1866 [Nordarmee] (Wien 1868, August Prandel, kl. 8°.), S. 61.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Galizen.