BLKÖ:Sixt, Ferdinand

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Sixt, Johann
Band: 35 (1877), ab Seite: 42. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Sixt, Ferdinand|35|42|}}

Sixt, Ferdinand (Pomolog, geb. zu Plesch in der Pfarre St. Anna am Aigen in Steiermark 22. October 1770, gest. im Sommer 1827). Ein tüchtiger Landwirth und Besitzer der Hofmühle zu Roßhof im Bezirke Obermureck. In jeder Hinsicht ein Wohlthäter seiner Gemeinde, deren Arme er reichlich mit Geld und Getreide unterstützte. In den Kriegsjahren leistete er als Gemeinderichter durch seine Umsicht und seinen Eifer zur Zeit der feindlichen Invasionen die wesentlichsten Dienste. Ueberdieß war S. ein ausgezeichneter Obstzüchter, besaß in seinen Baurnanlagen viele in- und ausländische Obstsorten und versah aus denselben die ganze Umgegend mit Bäumen und Setzlingen. Von weither, auch aus Ungarn, kamen die Leute, um bei ihm Unterricht in der rationellen Pflege und Behandlung der Obstbäume zu nehmen. Zuerst hatte die praktische Gartenbau-Gesellschaft zu Frauendorf in Bayern sein Wirken nach dieser Richtung anerkannt und ihn unter ihre Mitglieder aufgenommen, ihr folgte die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft für Steiermark, die ihm überdieß noch für seine Verdienste um Landwirthschaft und Obstzucht die Gesellschafts-Medaille zuerkannte. Als sie ihm verliehen wurde, hatte ihn bereits der Tod ereilt, und so wurde sie seiner Familie zur Erinnerung an sein gemeinnütziges Wirken zugesendet.

Steiermärkische Zeitschrift. Redig. von Dr. G. F. Schreiner, Dr. Albert von Muchar, C. G. Ritter von Leitner, A. Schrötter (Grätz 1847, Daan u. Sorge, 8°.) Neue Folge VI. Jahrg., 2. Heft. S. 71.