BLKÖ:Skrobanek (Lieutenant)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 35 (1877), ab Seite: 98. (Quelle)
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Skrobanek, ...... (k. k. Lieutenant, Geburtsort und Jahr unbekannt). Zeitgenoß. Ein Held, dessen Name der Vergessenheit entzogen zu werden verdient, umsomehr, da derselbe auch in dem so inhaltreichen, der Verherrlichung unserer braven Armee gewidmeten Schriftchen „Lorbeer und Cypressen von 1866. Nordarmee“ nicht angeführt erscheint. Skrobanek war im genannten Jahre Wachtmeister in der ersten Escadron des Uhlanen-Regiments Mensdorff Nr. 9. Am 3. Juli Nachmittags attaquirte die erste Escadron des genannten Regiments unter dem Rittmeister Hubatka – und nicht Kubatka, wie er in der unten bezeichneten Quelle genannt erscheint – ein preußisches, en masse aufgestelltes Infanterie-Regiment und sprengte dasselbe durch einen von dem Wachtmeister Skrobanek mit einem Theile der Mannschaft in das Centrum des Feindes ausgeführten Choc. Hiedurch wurde eine hart bedrängte österreichische Infanterie-Division degagirt. Rittmeister Hubatka und Wachtmeister Skrobanek wurden schwer verwundet. Trotzdem deckte der Wachtmeister noch dritthalb Stunden den Rückzug unserer Truppen und wurde nach und nach von sechs Kugeln getroffen. Eine Kugel traf die Brust, zwei gingen durch die Hände, drei in die Füße. Er wurde in diesem Zustande in das Militärspital im Prater gebracht, wo ihm der Oberschenkel amputirt worden ist. Die Mitglieder des Damenvereins: Gräfin Wickenburg und Fräulein Pelz ließen sich die Pflege und Versorgung dieses Tapfern besonders angelegen sein. Auf Verwendung des Erzherzogs Marschalls Albrecht wurde ihm das Decret seiner Ernennung zum Lieutenant durch den Regiments-Inhaber Grafen Mensdorff zugestellt. Weder sein Rittmeister Hubatka noch er erscheinen in einem Ordens-Almanach oder in den Schematismen der k. k. Armee, es ist somit nicht bekannt, ob der Held noch am Leben ist.

Neue freie Presse 1866, Nr. 683: „Aus der Schlacht von Königgrätz“.