BLKÖ:Slota, auch Slotta, Georg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Šlosar
Band: 35 (1877), ab Seite: 156. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1034799835, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Slota, auch Slotta, Georg|35|156|}}

Slota, auch Slotta, Georg (slavischer Schriftsteller, geb. zu Rajc im Trentschiner Comitate Ungarns 24. März 1819). Sein Vater war Bauer, den ersten Unterricht erhielt der Sohn in seinem Geburtsorte, wo er von den dortigen Lehrern für den Besuch des Gymnasiums vorbereitet wurde. Dieses besuchte er zunächst in Silein, später in Preßburg. Der Theologie sich zuwendend, beendete er die Studien daraus in Brünn, wo er auch die Priesterweihe empfing und dann als Caplan zu Zeratic nächst Brünn in die Seelsorge trat. Später kam er als Pfarrer und Dechant nach Tužin bei Privigye in der Slovakei. Als der Verein des h. Adalbert in Tyrnau gegründet worden, wurde S. zum Geschäftsführer desselben erwählt und zugleich mit der Redaction des Vereinsblattes „Katolicke noviny“ betraut. Diese letztere legte S. wegen Ueberbürdung mit Geschäften im Jahre 1872 nieder; hingegen behielt er die Geschäftsführung des Vereins, der unter seiner Fürsorge einen stetigen Aufschwung nahm und seinen Hauptzweck: durch Verbreitung guter volksthümlicher Bücher unter den Slovaken katholischen Ritus die Anhänglichkeit und Treue für die römisch-katholische Kirche lebendig zu erhalten, möglichst zu erreichen strebte. Als Schriftsteller in seinem Fache thätig, gab S. heraus: „Zrcadlo maličkých“, d. i. Spiegel der Kleinen (1847); – „Historie Gymnasia Bánško-Bystřickeho“, d. i. Geschichte des Gymnasiums in Neusohl (1848) und mehrere geistliche Gelegenheitspredigten, dann redigirte er in den Jahren 1854 und 1855 die kirchliche Zeitschrift: „Cyrill a Method“, in den Jahren 1860–1864 das Schulblatt „Slovenský národní učitel“, d. i. Der slovenische Volkslehrer, und besorgte die Uebertragung der im J. 1867 erschienenen Dichtung: „Nasza zora“, d. i. Unsere Morgenröthe, von Elias Okrugic. Seine eigenen Dichtungen sollten in der [157] von Kober verlegten Nationalbibliothek „Národní biblioteka“ Aufnahme finden.

Šembera, (Alois Vojt.), Dějíny řeči a literatury česko-slovenské, d. i. Geschichte der čecho-slavischen Sprache und Literatur. (Wien 1868, 8°.) S. 288.