BLKÖ:Sprinzenstein, Franz Ferdinand Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 36 (1878), ab Seite: 284. (Quelle)
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7. Franz Ferdinand Graf (geb. 9. Jänner 1671, gest. 11. Juni 1728), ältester Sohn des Franz Ignaz mit Anna Rosina Gräfin Hohenfeld. Am 1. Juli 1701 übernahm er noch bei Lebzeiten seines Vaters den Besitz von dessen Herrschaften. Als im November 1702 der Kaiser die Stände Oberösterreichs beauftragte, ihr Land durch eigene Mittel zu vertheidigen, und nun die Stände Proviant- und Grenzcommissäre ernannten, erhielt auch Franz Ferdinand ein solches Amt. Er wurde Hauptmann des Mühlviertels, war 1703 als ständischer Ober-Commissär dem General Gronsfeld beigegegeben, den er in allen seinen Kriegsunternehmungen begleitete. Im Jahre 1704 rief er von neuem das Landvolk zur Vertheidigung auf, nachdem Passau gefallen war, und erwarb sich in dieser Zeit große Verdienste um sein engeres Vaterland, bis dieses durch den Vertrag von Illersheim von jeder Gefahr befreit wurde. 1715 wurde er Verordneter des Herrnstandes in Oberösterreich. Am 27. Februar 1709 hatte sich S. mit Maria Ernestine Gräfin Hoyos vermält, welche ihm fünf Söhne und sechs Töchter gebar [285] und bei der Geburt der jüngsten Tochter, M. Victoria Ernestine, starb. Von den Söhnen hatten zwei, welche beide ein höheres Alter erreichten: Franz Joseph Ernst und Franz Ernst, Nachkommenschaft und ist Letzterer der Stammvater aller noch blühenden Linien des Hauses Sprinzenstein. –