BLKÖ:Stöger, Ferdinand

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 115. (Quelle)
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2. Ferdinand Stöger, Priester und Lehrer der Kirchengeschichte an der Wiener Hochschule in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts. Ueber sein Leben sind nur sehr dürftige Daten vorhanden. Um sich dem Studium der Theologie zu widmen, trat er in das Wiener erzbischöfliche Alumnat ein. Da ihn die theologischen Disciplinen nicht abhielten, sich zu geläuterteren Grundsätzen zu bekennen, Eifer für Vernunft und Wahrheit, Abscheu gegen Mißbräuche, insbesondere gegen Aberglauben an den Tag zu legen, so hatte er während seines Aufenthaltes im Alumnate mit vielerlei Widerwärtigkeiten und Anfeindungen zu kämpfen, welche sich selbst dann noch fortsetzten, als ihm Kaiser Joseph II. das Lehramt der Kirchengeschichte an der Wiener Universität verlieh. Im Jahre 1786 vertauschte er dasselbe mit dem Directorate der theologischen Facultät an der Universität zu Löwen, wurde aber schon im folgenden Jahre wieder nach Wien zurückberufen. Wie lange er daselbst noch gewirkt, ist nicht bekannt. In seinem Fache auch schriftstellerisch thätig, gab er folgendes Werk in Original und Uebersetzung heraus: „Introductio in historiam ecclesiasticam Novi Testamenti“ (Wien 1776 [Trattner], gr. 8°.); – „Einleitung in die Kirchengeschichte des neuen Testamentes“. Aus dem Lateinischen (ebenda 1786, von Mösle, 8°.). –