BLKÖ:Staravasnig, Georg Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Starčević, Anton
Band: 37 (1878), ab Seite: 152. (Quelle)
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Staravasnig, Georg Karl (Arzt und Fachschriftsteller, geb. zu Stein im Herzogthum Krain 2. April 1748, gest. zu Freiburg im Breisgau 26. März 1792). Die Vorbereitungsstudien legte er in seiner Heimat zurück; dann, dem medicinischen Studium sich zuwendend, begab er sich nach Wien, wo er nach beendeten Studien die philosophische Magisterwürde und 1773 das Doctorat der Medicin erlangte. Für das Lehramt sich entscheidend, wurde er im Jahre 1774 ordentlicher Professor der Physiologie und materia medica auf der Universität zu Freiburg im Breisgau, das, seit 1367 österreichisch, das sogenannte Vorderösterreich bildete, 1803 dem Herzoge von Modena verliehen wurde und 1805 an Baden fiel, wozu es zur Stunde noch gehört. Er versah sein Lehramt bis zu seinem Ableben, das im schönsten Mannesalter von erst 44 Jahren erfolgte. Als Fachschriftsteller thätig, hat er folgende Arbeiten durch den Druck veröffentlicht: „Dissertatio inaug. medica sistens animadversiones in praecipuas viscerum inflammationes“ (Viennae 1773, 8°.); – „Dissertatio – de reconvalescentibus“ (ibd. eod. a. 8°.); – „.... de inflammatione uteri“ (Ib. eod. a. 8°.); – „Dissertatio de erroribus, fraudibus, ac inertia medicamentorum“ (Frib. Brisg. 1774, 8°.); – „Dissertatio de debilitate in genere“ (ibid. 1775, 8°.); – „Abhandlung non dem ausserordentlichen Fasten der Maria Monica Matschlerin zu Rothweil.“ 1. Theil. Mit einem Kupfer (Freiburg 1780); 2. Theil (Wien 1782, 8°.), welcher Fall in Fachkreisen großes Aufsehen erregte; – „Dissertatio de sterilitate humana“ (Friburgi 1781, 8°.); – „Dissertatio de constitutione anni 1782 totius et anni 1783 ad solstitium aestivum usque, cum observationibus nonnullis circa morbos per eum occurentes, praecipue circa morbos biliosos, catarrhum epidemicum, scarlatinum et morbillos“ (ib. 1783, 8°.). In Meusel’s zweitem Nachtrag zu der vierten Ausgabe des „gelehrten Teutschlandes“ (Lemgo, 1787, 8°.) erscheint er mit dem unrichtigen Namen Starakasnig, und eben derselbe Gelehrte übersetzt im „Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller“ [Bd. XIII, S. 287], und nach ihm Kayser’s Bücherlexikon seinen Namen deutsch mit Neuhofer, was ganz irrig ist, da Staravasnig etwa mit Altdörfer oder Althofer zu übersetzen wäre.

Meusel (Joh. Georg), Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1813, Gerh. Fleischer d. Jüng., 8°.). Bd. XIII, S. 287: – Des Herrn Abts Ladvocat Historisches Handwörterbuch, worinnen von den Patriarchen, Kaysern, Königen, Fürsten, großen Feldherren .... Gelehrten aller Wissenschaften u. s. w. Nachricht ertheilet wird. (Ulm 1794, Stettini, gr. 8°.) Theil VII, S. 762. – Klüpfelii Nekrologium. p. 288. – Carniolia (Laibacher Unterhaltungsblatt, 4°.), I. Jahrg. (1838/39), S. 316.