BLKÖ:Strassoldo, Bernhard von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 289. (Quelle)
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Einige besonders hervorragende Sprossen des Grafenhauses Strassoldo.

1. Bernhard von S. ist ebenso bekannt als Kriegsheld wie als Staatsmann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Als in Folge der Ernennung des Cardinals d’Aleçon zum Patriarchen Parteiungen eintraten, und viele Burgherren, die ihn nicht anerkennen wollten, 1381 das Capitanat Monfalcone insurgirten, nahm Bernhard und mit ihm [290] Peter von Strassoldo an den Wirren thätigen Antheil. Nachdem die Marschälle des Patriarchen Nicolaus von Spilimbergo und Heinrich von Fagagna in die Strassoldo’schen Besitzungen eingebrochen waren und dieselben unter Raub und Verwüstung durchzogen hatten, drangen die Strassoldo, Repressalien übend, in das Gebiet von Cividale und thaten ein Gleiches. Bernhard und Jacob von S. erlangten 1385 für sich und ihre beiderseitigen Nachkommen das Bürgerrecht in Udine. In demselben Jahre unterwarf sich Bernhard dem päpstlichen Nuntius Ferdinand, Patriarchen von Jerusalem; 1386, wo ein Zwiespalt in der Familie Colloredo ausbrach, finden wir Bernhard daselbst als Friedensstifter; 1388 erkennt er seine Lehen als von der Kirche gegeben an und schwört ihr Treue. Als die Udinesen mit dem Patriarchen im Streite lagen, wurde er von ihnen nach Rom gesendet, um sie vor dem Papste und dem Cardinal Prata zu vertreten. Im Jahre 1393 finden wir ihn als Capitän und Podesta von Aquileja. –