BLKÖ:Stulpe (Kupferstecher)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Stulli, Luca
Band: 40 (1880), ab Seite: 194. (Quelle)
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Stulpe, …… (Kupferstecher, geb. im Jahre 1730). Nagler, bei dem wir diesen Künstler ohne Taufnamen angeführt finden, nennt ihn einen „böhmischen Künstler“, ohne näher anzudeuten, ob derselbe in Böhmen und in welchem Orte daselbst geboren, oder ob er überhaupt nur in Böhmen gearbeitet. [195] Gottf. Johann Dlabacz, dem kaum irgend ein Künstler, der aus Böhmen und Mähren gebürtig oder in diesen Ländern gewirkt hat, entgangen ist, nennt ihn gar nicht. Stulpe übte in Dresden seine Kunst. Es wird nur ein Blatt seines Grabstichels angeführt: „Christus heilt die Kranken“ (gr. Fol.). Dasselbe wäre nach Mieksch gestochen. Mit Recht bezweifelt Nagler, daß Mieksch der richtige Name ist. Wohl hat Mieksch, oder wie er auch geschrieben wird, Miksch [Bd. XVIII, S. 289] in seinen früheren Jahren gemalt und modellirt, namentlich mehrere Bildnisse und andere Bildwerke in Wachs ausgeführt, doch möchte der Künstler, nach welchem Stulpe das oben erwähnte Blatt gestochen, der Dresdener Maler Christian Gottlieb Mietsch[WS 1] (geb. 1742, gest. 1800) gewesen sein, von dem mehrere reiche Compositionen, welche das Leben Jesu behandeln, bekannt sind.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XVII, S. 520.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. auch: Christian Gottlieb Mietzsch.