BLKÖ:Szembek, Onuphrius

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Szembek, Michael
Band: 42 (1880), ab Seite: 52. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Szembek, Onuphrius|42|52|}}

12. Onophrius lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts; er war ein Sohn Pauls, Obersten der k. Panzer-Reiter, und Hedwigs aus dem Hause Łużycki. Dem geistlichen Stande sich widmend, wurde er zunächst Erzdechant in Warschau, dann 1782 Domherr in Krakau. Als Assistent seines Bischofs begab er sich auf den Landtag von 1786. Lętowski, dem wir vorstehende Angaben entnehmen, schließt dieselben mit der etwas mysteriösen Phrase: „Was mit ihm im Jahre 1793 geschehen? darüber geben die Acten keinen Aufschluß“. Diese Frage mag sich wohl auf die am 4. Jänner 1793 erfolgte zweite Theilung Polens beziehen? – Ein Vetter des Onuphrius war der Bischof von Plock, Christoph Hilarius Szembek, der nach dem Sturze der Republik bei jenem den Rest seines Lebens zu Krakau in Zurückgezogenheit zubrachte. Da er 1797 starb, so muß Onuphrius um diese Zeit noch gelebt haben. E. M. Oettinger meldet in seinem „Moniteur des Dates“ 28ième livraison Avril 1868 [Bd. V, S. 102] von einem polnischen Prälaten Cajetan Onuphrius, daß derselbe am 15. Mai 1753 geboren. Bischof von Ptolomais in partibus und seit 27. Juni 1796 Coadjutor des Bischofs von Plock gewesen sei. Dürfte wohl der obige Onuphrius sein. [Lętowski (Ludwik), Katalog biskupów, prałatów i kanoników krakowskich, d. i. Katalog der Krakauer Bischöfe, Prälaten und Domherren (Krakau 1853, Universitätsdruckerei, 8°.) Bd. IV, S. 115.] –