BLKÖ:Taborsky, Johann (1797–1840)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Tacchi, Gaetano
Band: 43 (1881), ab Seite: 6. (Quelle)
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4. Johann Taborsky (geb. 1797, gest. in Pesth 1840), ein Zögling des Prager Conservatoriums und als Violinspieler ein Schüler des Professors Pixis [Bd. XXII, S. 380], wurde nach beendeten Studienjahren Mitglied des Prager Theater-Orchesters, welches zu jener Zeit unter Karl Maria von Weber’s Leitung in höchster Blüte stand. Nach zweijähriger Thätigkeit in dieser Stelle ward er von Franz Grafen Brunswick, unter dessen Direction das Pesther Stadttheater stand, an dasselbe als Solospieler und Orchesterdirector berufen. Dreiundzwanzig Jahre wirkte er auf diesem Posten. Aber wenn er sich auch in dieser Richtung ebenso eifrig als tüchtig erwies, so war es doch eigentlich die Pflege der Kammer- und Kirchenmusik, welche seinen Namen in Künstlerkreisen zu verdienter Ehre brachte. Im Graf Brunswick’schen Hause, in welchem er die Musikaufführungen leitete, wurde vornehmlich classische Kammermusik gespielt, und so entwickelte sich Taborsky’s ungewöhnliches Musiktalent an den Meisterwerken der Tonkunst und trieb ihn an, für ihre Pflege nach allen Seiten zu wirken. Ungeachtet langjähriger Kränklichkeit unermüdlich in seinem Dienste thätig, machte er sich um Hebung des musikalischen Lebens in Pesth im dritten und vierten Jahrzehnte des laufenden Jahrhunderts sehr verdient. Auch bildete er viele gute Violinspieler heran. Ob er componirte, wird in dem ihm gewidmeten warmen Nachrufe nicht gemeldet. [Ost und West (Prager Unterhaltungsblatt) 1840, S. 917: „Johann Taborsky“.]