BLKÖ:Talabér, Georg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 43 (1881), ab Seite: 32. (Quelle)
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2. Georg Talabér (geb. zu Getye im Zalaer Comitate 1811), ein Neffe des Johann [S. 31]. Die Schulen besuchte er zu Szalaapát, Groß-Kanizsa und Steinamanger. Nach Abschluß der philosophischen Studien kam er 1829 in das Veszprimer Diöcesanseminar, in welchem er die Theologie beendete, nach empfangenen Weihen sofort in die Seelsorge tretend. Er wurde zunächst Caplan in Taszár und 1842 daselbst Pfarrer. Auch er mag schon das Zeitliche gesegnet haben, da sein Name in den Kirchenschematismen nicht mehr erscheint. Er wird als trefflicher Kirchenredner gerühmt; jedenfalls bildete er sich in der Homiletik nach den besten Mustern, wie solches die von ihm in Gemeinschaft mit seinem Onkel Johann herausgegebenen Kirchenreden („Egyházi beszédek...“) bezeugen, in welchen die deutsche und französische Homiletik berücksichtigt sind. Auch beabsichtigte er, die lateinische Grammatik seines ehemaligen Lehrers Johann Samson, der auf die spätere Entwicklung Talabér’s, nach dessen eigenem Geständnisse, wesentlichen Einfluß geübt, ins Ungarische zu übersetzen. Die in Ungarn erscheinenden kirchlichen Blätter „Religio“ und „Katholikus Néplap“ enthalten mehreres aus seiner Feder, und ist er wohl auch der Autor des Buches: „Böngészet a francia szépirodalomból magyar hölgyek számára“, d. i. Nachlese aus der französischen Belletristik für die ungarische Damenwelt (Pesth 1862, Osterlamm, 8°.), als dessen Verfasser wenigstens ein Talabér György genannt ist. [Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik [33] József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gust. Emich, 8°.). Zweiter (den ersten ergänzender) Band, S. 333.]