BLKÖ:Terlecki, Methodius

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Terlecki, Anton
Band: 44 (1882), ab Seite: 5. (Quelle)
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5. Methodius Terlecki (gest. 1649) studirte in Wien Theologie. Da verkehrte er viel in Adels- und Hofkreisen, deren Vertrauen er in hohem Maße genoß. So geschah es, daß er von seinem Erzbischofe, dem Metropoliten Rutski, von dem Kaiser und dem päpstlichen Nuntius zu den Südslaven entsendet wurde. Dort, namentlich in der heutigen Militärgrenze, wirkte er in den Jahren 1628 und 1629 vornehmlich im Interesse der Union. Darauf begab er sich nach Rom, um daselbst über seine Mission Bericht zu erstatten. Nach seiner Heimkehr wurde er Bischof von Chelm In dieser Eigenschaft machte er sich vornehmlich um das Schulwesen seiner Diöcese verdient. In Sachen der Streitigkeiten, welche es daselbst zwischen den Katholiken und den Unirten zu schlichten galt, begab er sich 1643 nochmals nach Rom, wo er auch großen Einfluß auf die Regelung der südslavischen Kirchenangelegenheiten hatte. Zur Zeit des Chmelnicki’schen Aufstandes suchte er Zuflucht in Supraslia, einem bei Bialystok befindlichen Dorfe, dem Sitze eines unirten Bischofs. Später kehrte er auf seinen Bischofstuhl in Chelm zurück, wo er auch starb. –