BLKÖ:Tersztyánszki, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 44 (1882), ab Seite: 14. (Quelle)
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Tersztyánszki, Johann (gelehrter Jesuit, geb. in Ungarn 29. November 1706, Todesjahr unbekannt). Sechzehn Jahre alt, trat der in Rede Stehende, dessen Name auch Tersztyánski, Trzstyánski, Terstzyánszki, Trstyánski u. s. w. geschrieben wird, in den Orden der Gesellschaft Jesu ein, in welchem er vom Beginne seiner theologischen Studien bis zur Erlangung der philosophischen und theologischen Doctorwürde zugleich im Lehramt Verwendung fand, und zwar zu Kaschau und Klausenburg, wo er die Dicht- und Redekunst vortrug, und dann zu Kaschau und Tyrnau, wo er Philosophie, Moral und [15] Kirchenrecht lehrte. Hierauf wurde er in Ofen mit der Führung der Geschäfte seines Ordens gegenüber der königlichen Curie betraut. Nach einjähriger Thätigkeit in dieser Stelle wirkte er als Spiritual in den Ordenshäusern zu Unghvár und Patak, dann als decisor casuum zu Szakolcz. Tersztyánszki, welcher vielleicht der Familie des Vorigen angehört, segnete bald nach Aufhebung seines Ordens das Zeitliche. Er hat folgende Schriften in lateinischer Sprache herausgegeben: „Laureata Virginitas e connubio sive illustria Virgineorum conjugum exempla“ (Cassoviae 1731. 12°.). – „Cassovia cetus et nova chronologice proposita“ (ib. 1732, 8°.); – „Immaculati Conceptus Mariani argumentum dictione panegyrica propositum“ (Tyrnaviae 1734, 4°.); – „Ortus et progressus almae sodalitatis B. V. Mariae... apostolica autoritate in gymnasio Alba Regalensi erectae et confirmatae“ (Budae 1737, 4°.); – „Oratio funebris Carolo VI. Imp.“ (Claudiopoli 1741); – „Topographia magni Regni Hungariae olim a quodam S. J. Sacerdote conscripta nunc studio cujusdam ex eadem societate sacerdotis emendata et aucta“ (Viennae 1750, Kaliwoda, fol.). Dieser auf dem Titel angedeutete ehemalige Priester der Gesellschaft Jesu ist der Jesuit Michael Bombardi (geb. in Tirol 13. März 1683, gest. als Rector des Linzer Collegiums am 16. Mai 1729), und Tersztyánszki hat diese Arbeit verbessert und vervollständigt.

Stoeger (Joh. Nep.). Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae 1855, schm. 4°.) p. 363 [schreibt ihn Terstzyanszki]. – Scriptores facultatis theologicae, qui ad c. r. scientiarum universitatem Pestinensem ab ejus origine a 1635 ad annum 1858um operabantur (Pestini 1859, Jos. Gyurian, 8°.) p. 34. – Féjer (Georgius), Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac Transylvaniae regiae literiaria (Budae 1835, 4°.) p. 49 et 78 [schreibt ihn S. 49 Trsztyánski, S. 78 Terstyánszki].