BLKÖ:Thun-Hohenstein, Dominik Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 45 (1882), ab Seite: 20. (Quelle)
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17. Dominik Anton, Bischof von Trient (geb. 1. März 1685, gest. nach 1758), ein Sohn Johann Vigils von Castell-Thun aus dessen Ehe mit Johanna geborenen Gräfin Wolkenstein, widmete sich dem geistlichen Stande. Nach dem 1730 erfolgten Tode des Bischofs von Trient Anton Dominicus aus dem Hause Wolkenstein-Trostburg fiel auf ihn die Wahl zum Bischofe, nachdem dieselbe lange zwischen Karl Constanz Grafen Trapp, Domherrn in Innsbruck, und dem Weihbischof von Spaur geschwankt hatte. Im Anfange seiner Regierung zeigte er viel apostolischen Eifer und sah auf geistlichen Anstand, so rügte er unter Anderem, daß Geistliche ihr Vieh selbst auf den Markt trieben und die Wirthshäuser besuchten; er wurde in seinem Streben wohl meist von dem Weihbischof und von seinem Bruder Franz Augustin Gaudenz berathen. Als aber Beide starben, begann ein ganz anderes Leben am bischöflichen Hofe: Feste, Spiele, Tafeln und Belustigungen aller Art folgten nacheinander, und einmal sogar begab sich der Bischof mit seinem aus lauter lustigen Herren zusammengesetzten Hofstaate auf den Carneval in Venedig Unter solchen Umständen in Schulden gerathen, zog er sich, durch die Vorstellungen seines Verwandten Franz Freiherrn von Firmian überredet, von der Regierung zurück, indem er vom Capitel einen bevollmächtigten Verweser mit dem Rechte der Nachfolge wählen ließ. Bischof Dominicus Anton scheint 1758 gestorben zu sein, da in diesem Jahre Franz Felix Graf Alberti den Trienter Bischofstuhl bestieg. –