BLKÖ:Tomcsányi, Adam

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Tomek, Nicolaus
Band: 46 (1882), ab Seite: 80. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 104106115, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Tomcsányi, Adam|46|80|}}

Tomcsányi, Adam (Professor der Physik zu Pesth, geb. zu Keményfalva im Neutraer Comitate Ungarns am 4. December 1755, gest. zu Pesth am 23., nach Jos. Szinnyei 24. September 1831). Er entstammt einer adeligen Familie, ob den Tomcsányi von Tomcsinyi, welche Iván Nagy in seinem ungarischen Adelswerke: „Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal“ Bd. XI, S. 238–248 anführt, kann ich nicht angeben, wenigstens kommt er weder auf der Stammtafel dieses Artikels, noch in der genealogischen Darstellung daselbst vor. Adam studirte nach beendetem Gymnasium an der Pesther Universität Mathematik und Physik, wurde an derselben zunächst Repetent der Philosophie und 1791 Adjunct aus den Fächern der Physik und Mechanik. Nachdem er die philosophische Doctorwürde erlangt hatte, kam er als Professor der Physik, Oekonomie und Naturgeschichte nach Warasdin, als solcher 1798 nach Preßburg und 1801 an die Universität in Pesth, wo er im Alter von 76 Jahren [81] starb. Im Druck sind von ihm nachstehende Schriften erschienen: „Dissertatio de theoria phaenomenorum electricitatis Galvanianae“ (Budae 1800, 8°.); – „Dissertatio de terrae motu in genere ac in specie Moorensi anno 1850 XIV. Junii orto“ (Budae 1814, 8°.), gemeinschaftlich mit Paul Kitaibel [Bd. XI, S. 337]; – „Institutiones Physicae, quas compendio dedit, Partes tres“ (Pestini 1819–1821, editio altera ibid. 1823–1824, 8°.; erste Ausgabe mit eilf, zweite Ausgabe mit dreizehn Tafeln); im ersten Bande behandelt er die allgemeine, im zweiten die besondere Physik, im dritten die Astronomie, physische Geographie und Meteorologie. Dieses Lehrbuch wurde seinerzeit als ein besonders treffliches gerühmt und selbst in deutschen Blättern empfohlen.

Fejér (Georgius). Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac Transylvaniae regiae literaria (Budae 1835, 4°.) p. 132 und 167. – Poggendorff (J. C.). Bibliographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1863, K. Ambros. Barth, gr. 8°.) Bd. II, Sp. 1116. – Vereinigte Ofner-Pesther Zeitung, 1831, Nr. 61. – Természettudományi közlöny, d. i. Physikalisches Organ (Pesth 1869 u. f.) Bd. III (1871), S. 499. – Bibliotheca hungarica historiae naturalis et matheseos. Magyarország természettudományi és mathematikai könyvészete 1472–1875. Készitették Szinnyei József (Vater) és Dr. Szinnyei József (Sohn) (Budapesth 1878, schm. 4°.) Sp. 787 [nach diesen gest. am 24. September 1831].