BLKÖ:Traun, Karl Emanuel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Traun, Michael
Band: 47 (1883), ab Seite: 22. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Karl Emanuel Graf Traun in Wikidata
GND-Eintrag: 101054750, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Traun, Karl Emanuel|47|22|}}

14. Karl Emanuel (geb. am 13. Mai, nach Anderen schon im März 1738, gest. nach 1811) ist ein Sohn des Grafen Jacob Franz vom badischen Zweige der Meißauer Linie (geb. 1711, gest. 1741) aus dessen Ehe mit Katharina Gabriele Gräfin Erdödy. Ueber Lebens- und Bildungsgang des in Rede Stehenden sind wir gar nicht unterrichtet und suchen vergebens nach Aufschlüssen. Unseren Dafürhaltens diente er in der kaiserlichen Armee, und zwar zuletzt als k. k. General (tabornok). Er war Mitinhaber der Herrschaft Nagy-Tapolcsan in Ungarn und hatte nach dem Varrentrapp’schen „Genealogischen Reichs- und Staatshandbuch auf das Jahr 1804“ S. 363 auf der Herrschaft Tabornok in Ungarn seinen Wohnsitz gehabt. Nun sind wir der Ansicht, daß hier ein Mißverständniß obwalte und durch dieses der Rang des Grafen als General tabornok) sich in eine Herrschaft Tabornok verwandelt habe. Indeß, dem sei, wie ihm wolle, der Graf hat sich als dramatischer Dichter bekannt gemacht, und wir finden von ihm ein Werk „Neue Schauspiele“ zwei Bände (Wien 1781, Gerold, 8°.) verzeichnet, welches folgende Stücke enthält: „Das Neujahrgeschenk“; – „Der gebesserte Geizige“; – „Die Schule der Väter“; – „Thelaire“; – „Der hochmüthige Geizige“; – „Almanzi“; – „Die Pächter“; – „Die Macht der väterlichen Liebe“; – „Die Schwester als Cadet“. Später erschien allein und ohne Angabe des Autors gedruckt: „Adelstern oder der bestrafte Ehrgeiz. Trauerspiel“ (Wien 1782 [Leipzig, Barth], Gerold, 8°.). Ueberdies laßt der Titel „Neue Schauspiele“ auf eine ältere Sammlung schließen, welche aber Herausgeber nirgend verzeichnet fand. Graf Karl Emanuel hatte sich zweimal verehelicht: erstens mit seiner Cousine von der österreichischen Linie Maria Christine Gräfin Traun (geb. 9. Jänner 1734, gest. 3. Februar 1793); zweitens am 18. Juni 1793 mit Maria Theresia Gräfin Révay. Doch blieben beide Ehen kinderlos. –