BLKÖ:Vay, Abraham Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vay, Béla Baron
Band: 50 (1884), ab Seite: 38. (Quelle)
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II. Noch sind von diesem Geschlechte anzuführen:

1. Abraham Graf Vay (geb. zu Alsó-Zsolcsán 16. Juni 1789, gest. 3. März 1855), ein Sohn Joseph Vay’s aus dessen Ehe mit einer geborenen Mocsáry. Er wurde Vicegespan des Borsoder, 1830 Obergespan des Bereger Comitates und erhielt in letzterem Jahre auch den Grafenstand. Auf dem Landtage 1825, in der Sitzung vom 3. November, regte Stephan Graf Széchényi die Gründung einer ungarischen Akademie mit den denkwürdigen Worten an: „Ich habe hier keine Stimme, ich bin kein Magnat des Landes, aber ein Gutsbesitzer bin ich, und wenn ein solches Institut entsteht, welches die ungarische Sprache entwickeln und dadurch die ungarische Erziehung unserer Landsleute ermöglichen wird, so bin ich bereit, von meinen Gütern die Einkünfte eines Jahres (60.000 fl. C-M.) zu opfern. Ich thue dies nach reiflicher Ueberlegung“. Dieses Beispiel wirkte. Mehrere Magnaten zeichneten große Summen, so Philipp Fürst Batthyány und Georg Graf Károlyi je 40.000 fl., Georg Graf Andrássy, Johann Graf Batthyány, Michael und Karl Graf Eszterházy, Ladislaus Festetics je 10.000 fl. Abraham Graf Vay steuerte 8000 fl. bei. Er war mit Sophie Kazinczy, einer Base des berühmten ungarischen Dichters [39] Franz Kazinczy, vermält und stammten aus dieser Ehe sieben Söhne und fünf Töchter [vergl. die Stammtafel]. [Magyar Tudományos Akademiai Almanach, d. i. Almanach der ungarischen Akademie der Wissenschaften, 1863, S. 278.] –