BLKÖ:Vay, Béla Baron

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 50 (1884), ab Seite: 39. (Quelle)
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2. Béla Baron Vay (Geburtsjahr unbekannt), ein Sohn des Borsoder Obergespans Freiherrn Ludwig aus dessen Ehe mit Elisabeth Gräfin Teleki. In den durch die literae regales vom 14. Februar 1861 auf den 2. April dieses Jahres nach Ofen einberufenen Landtag im Wahlbezirke Sz. Besenyő des Borsoder Comitates gewählt, sprach er in der 32. Sitzung des Repräsentantenhauses am 29. Mai für die Adresse. Er ist ein Vetter des Freiherrn Alois [S. 28], und die Worte, welche er sprach, verleugnen nicht diese nahe Verwandtschaft. Die merkwürdigste Stelle seiner Rede möchte doch wohl jene sein, in welcher er sagt: „Die Form, in die wir Alles, was uns auf dem Herzen liegt, hineingießen, sei die Adresse. Es sei dieselbe eine kräftige Stimme von hier, keine unterthänige und nicht die Stimme der Bitte, sondern eine kräftige Stimme, die Stimme des Rechtes und des Selbstbewußtseins, welche, indem man sie an den rechten Ort gerichtet, an den Thron der factisch regierenden Majestät schlagend, tausendfach wiederhalle. Der Donner dieses Echos wird auf die gegenwärtig regierende Macht einen größeren Einfluß ausüben, als ein aus der verschlossenen Brust entsprungener purer Beschluß“. Indem er dann noch einige akustische Aphorismen über den Wiederhall dieses Donners bei den Nachbarnationen vorbringt, schließt auch er mit der Behauptung: „daß man die tausendjährige Constitution Ungarns, die ungarische historische Selbständigkeit, mit Füßen treten wollte (?)“. Freiherr Béla, zur Zeit Obergespan des Borsoder Comitates, verehelichte sich am 27. September 1854 mit Sophie geborenen Gräfin Teleki von Szék, und stammen aus dieser Ehe ein Sohn Elemer, Officier in der königlich ungarischen Landwehr-Infanterie und Friedensrichter, und drei Töchter: Elise, Anna und Marie, von denen die beiden Letzteren vermält sind. [Der ungarische Reichstag 1861 (Pesth 1861, Osterlamm, br. 8°.) Bd. II, S. 122 u. f.]. –