BLKÖ:Vertouc, Matthias

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Vertura
Nächster>>>
Vertovec
Band: 50 (1884), ab Seite: 159. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Vertouc, Matthias|50|159|}}

Vertouc, Matthias (slovenischer Schriftsteller, geb. in Krain, Geburtsjahr unbekannt, gest. zu St. Veit in Krain am 2. September 1851). Nachdem er in seinem Vaterlande die Vorbereitungsstudien beendet hatte, hörte er Theologie in Laibach und wurde dann Seelsorger, als welcher er zuletzt die Stelle eines Pfarrers zu St. Veit im Wippachthale bekleidete. Vertouc scheint in den besten Mannesjahren gestorben zu sein. Er war auf theologischem [160] und landwirthschaftlichem Gebiete schriftstellerisch thätig, und und von ihm folgende Werke bekannt: „Duhovni ogovori“, d. i. Geistliche Reden; – „Vinoreja“, d. i. Weinzucht und „Kmetijska kemija“, d. i. Landwirthschaftliche Chemie, letztere zwei als Beilagen zu dem in Laibach von Dr. Bleiweis herausgegebenen politisch-landwirthschaftlichen Blatte „Novice“, d. i. Neuigkeiten erschienen. Eine von ihm begonnene slovenische Uebersetzung der Weber’schen Weltgeschichte (Obena zgodovina) blieb anläßlich seines Todes unvollendet. Der krainische Literarhistoriker Zakrajšek schreibt über Vertouc, den wir hie und da auch Vertovec geschrieben finden: „Er ist der Mann, der, seine Muttersprache von Grund aus kennend, durch seine in stilistischer und inhaltlicher Beziehung gleich vortrefflichen Werke die wissenschaftliche Schriftfähigkeit dieser Sprache bewies. Die Anmuth, die Popularität und der Rhythmus seiner Sprache, sowie die Präcision, mit der er den Slovenen bis jetzt fremde Gedanken auszudrücken wußte, hat schwerlich ein anderer slovenischer Prosaiker so harmonisch zu verbinden verstanden, wie Vertouc“.

Abriß der neuslovenischen Literaturgeschichte von Zakrajšek, S. 26, im ersten Jahresberichte über die k. k. Oberrealschule in Görz veröffentlicht am Schlusse des Schuljahres 1861 (Görz, bei J. B. Seitz, 8°.). – Narodne Novine, d. i. Volks-Zeitung (Zara) 1863, Nr. 1229, im Feuilleton: „Kratak pregled slovenske literature“, d. i. Kurzer Ueberblick der slovenischen Literatur. – Křížek (Vácslav). Anthologie Jihoslovanská, d. i. Südslavische Anthologie (Prag 1866, A. Storch, gr. 8°.) S. 80 und 295.