BLKÖ:Vietoris, Matthias

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vietoris, Jonathan
Band: 50 (1884), ab Seite: 281. (Quelle)
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4. Matthias Vietoris (geb. in Birthälm[WS 1] in Siebenbürgen am 5. Jänner 1622, gest. 1680). Er genoß den Unterricht an verschiedenen Orten seines Vaterlandes. erlernte in Maros-Vásárhely die ungarische Sprache, und eben auf dem Punkte, eine Universität im Auslande zu besuchen, nahm er eine Cantorstelle zu Golnow in Pommern an, welche er durch zwei Jahre bekleidete. 1644 ging er nach Königsberg. Im November 1646 trat er auf den Ruf seiner mittlerweile verwitweten Mutter die Heimreise an und traf Anfangs Februar 1647 in Hermannstadt ein, wo er im Mai desselben Jahres das Lehramt der Rhetorik und griechischen Sprache am Gymnasium erhielt. 1649 wurde er Prediger an der Stadtkirche, 1651 Pfarrer in Dobring, im September 1660 Stadtpfarrer zu Mühlbach. In letzterer Stellung versah er acht Jahre das Unterwälder Capitel als Notar und leistete 1661 bis 1663, 1666–1670, 1671–1675 und 1677 [282] bis 1680 auch Dienste als Dechant. Vietoris hat ein Tagebuch in Handschrift hinterlassen, aus welchem einige Auszüge in Joseph Trausch’s „Magazin für Geschichte etc. Siebenbürgens“ {N. F., Bd. II, S. 61 u. f.] mitgetheilt sind. Daselbst wird er irrig Viktoris statt Vietoris genannt. [Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Denkblätter der Siebenbürger Deutschen (Kronstadt 1871, Johann Gött und Sohn, gr. 8°.) Bd. III, S. 458.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Binthälm.