BLKÖ:Visconti, Viridis

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 51 (1885), ab Seite: 54. (Quelle)
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17. Noch müssen wir einer Oesterreich zunächst stehenden Visconti, [55] nämlich der Prinzessin Viridis gedenken. Dieselbe wurde 1365 mit Leopold III. von Oesterreich [Bd. VI, S. 412, Nr. 167] dem Glorreichen vermält. Sie war eine legitime Tochter Barnabo Visconti’s (siehe S. 52, Nr. 11], Herrn von Mailand, der 1385 im Gefängnisse an Gift starb, welches ihm, wie schon bemerkt, sein Neffe Johann Galeazzo, als derselbe Verdacht schöpfte, daß der Oheim seiner vielen Kinder wegen auch nach dem Erbtheile des Neffen strebe, hatte beibringen lassen. Barnabo war mit Beatrice, Tochter des Martin della Scala von Verona, vermält, aus welcher Ehe fünf eheliche Söhne und zehn eheliche Töchter, darunter Viridis, hervorgingen. Außerdem hatte er zwei Maitressen, welche ihm zehn Kinder geboren. Mit der einen Maitresse Montanara zeugte er den Sohn Sagramorus Visconti, dessen Enkel Octav Graf von Gambalerio (gest. 1636) sich mit Clara de Ligne von Aremberg vermälte. Viridis schenkte ihrem Gatten unter anderen die Söhne: Friedrich von Tirol, den bekannten Friedl mit der leeren Tasche, Leopold IV. den Stolzen und Ernst den Eisernen.