BLKÖ:Vorwort (Band 30)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schindler, Albert
Band: 30 (1875), ab Seite: III. (Quelle)
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Vorwort.


Der Inhalt dieses Bandes, wie einige andere Motive veranlassen mich, demselben ein gedrängtes Vorwort vorauszuschicken. Die durch viele Persönlichkeiten vertretenen Namen Schindler, Schlesinger, Schmidt boten bei Bearbeitung dieses Bandes nicht gewöhnliche Schwierigkeiten. Vornehmlich war dieß bei den Trägen des Namens Schmidt der Fall, welche sich in nicht weniger denn acht verschiedenen Schreibweisen, als: Schmid, Schmidt, Schmied, Schmiedt, Schmit, Schmitt, Schmitth, Szmit u. s. w. vorfanden, von denen mehrere oft bei einem und demselben Namen vorkamen. Zur Vermeidung von Irrthümern, wie zum Auffinden solcher war eine ganz besondere Sorgfalt nöthig, und um den Benützern des Lexikons das Nachsuchen zu erleichtern, griff ich zu dem nämlichen Mittel, dessen ich mich bei dem Artikel Meyer [vergleiche Bd. XVIII, S. 73] mit Erfolg bediente, und ordnete, ohne Rücksicht auf die verschiedene Schreibweise dieses Namens, die Träger desselben nach dem Alphabet der Taufnamen, durch Rückweise unter jeder Schreibweise auch sonst noch das Suchen erleichternd.

Nun habe ich ein ernstes Wort über die ungesetzliche Plünderung meines Werkes zu sagen. Trotzdem gegen diese literarische Piraterie internationale Verträge bestehen, habe ich mehr denn je Klage zu führen; man meint wohl, mein von der [IV] Metropole des Reiches entfernter Aufenthalt entziehe diesen literarischen Diebstahl meiner Aufmerksamkeit. Dem ist nicht so, und da mein Werk in letzterer Zeit größere Fortschritte macht und die Benützbarkeit des wachsenden Stoffes wegen zunimmt, steigert sich dieser ungesetzliche Vorgang in wahrhaft bedauerlicher Weise, und ich behalte mir vor, zu Ende des Werkes eine Liste dieser Plagiatoren nach deren Namen zu veröffentlichen. – Auch die Zumuthungen, die Unternehmungen Anderer durch Nachweise und Mittheilungen von Daten zu unterstützen, setzen sich trotz meiner wiederholt in mehreren Vorreden, zuletzt in jener des XI. Bandes, gestellten Bitten immer fort. Wenn es mir Zeit und physische Kraft gestatteten, ich würde gern jede solche Bitte erfüllen; aber mein eigenes Werk, das ich ohne jede Mithilfe allein arbeite, nimmt mich so ganz in Anspruch, daß ich außer Stande bin, den zahlreichen an mich gestellten Bitten dieser Art zu entsprechen.

Berchtesgaden, 28. August 1875.
Constant von Wurzbach.