BLKÖ:Wünsch, auch Wunsch (Hauptmann)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Wünsch (Hauptmann)
Band: 58 (1889), ab Seite: 223. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wünsch, auch Wunsch (Hauptmann)|58|223|}}

3. Bleibender Erinnerung werth ist auch Hauptmann Wünsch (auch Wunsch) von Vogelsang-Infanterie Nr. 47. Es war in der Schlacht bei Aspern, als der Kampf um dieses Dorf am 21. Mai 1807 stattfand. Es war bereits zum Handgemenge gekommen, und General Wacquant hatte mit seinem Regimente in stundenlangem Kampfe dem Feinde den Besitz des Ortes streitig gemacht und denselben endlich erobert. Unter den Helden des Tages erscheint Hauptmann Wünsch, der seinem General in dem Augenblicke das Leben rettete, als das Regiment, Wacquant an der Spitze, stürmend in das Dorf drang. In einer den Eingang sperrenden feindlichen Batterie waren fünf französische Garden zurückgeblieben und setzten [224] den Widerstand mit Feuer und Bajonnet wüthend fort. Die Wirkung ihrer Waffe, richtete sich zunächst gegen den an der Spitze vorrückenden General. Hauptmann Wünsch, der ihm mit seiner Compagnie folgte, hatte kaum die Gefahr, in welcher der General schwebte, wahrgenommen, als er sich auf jene Garden stürzte, zwei derselben mit eigener Faust niedermachte, die übrigen drei aber zwang, ihre Waffen wegzuwerfen und sich zu ergeben. Die Brigade Wacquant behauptete Aspern den Rest des Tages über und die folgende Nacht unter stetem Gefecht. Sie schlug sieben feindliche Angriffe, den letzten noch um 1 Uhr nach Mitternacht am 22. Mai siegreich zurück. In diesem achtstündigen Kampfe leistete Hauptmann Wünsch seinem General noch ferner die trefflichsten Dienste. Er trug gleich nach Erstürmung und Besitznahme des Dorfes sich ihm zu jeder beliebigen Verwendung an und wurde von ihm auch die ganze Nacht hindurch benützt, um die so schwierige Vertheidigung des höchst verwickelten Dorfgefechtes leiten zu helfen. [Oesterreichische Militär-Zeitschrift von Schels, 1844, S. 315 und 316]. –