BLKÖ:Wřesowitz-Sekerka, Ludwig Karl Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 58 (1889), ab Seite: 202. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wřesowitz-Sekerka, Ludwig Karl Friedrich|58|202|}}

11. Zur Zeit sind Wřesowitz in Preußen und in Oesterreich, in letzterem zunächst in Galizien seßhaft. Preußischerseits erhielten sie am 19. October 1717 die Anerkennung des Grafenstandes, und am 28. Februar 1830 und 21. März 1850 die Genehmigung, sich Wřesowitz Sekerka und Sedčic zu schreiben. Von der preußischen Linie ist für uns nur Graf Ludwig Karl Friedrich (geb. 1. August 1821), ein Sohn des preußischen Hauptmannes Grafen Wilhelm aus dessen Ehe mit Maria Theresia geborenen Kohl, bemerkenswerth. Er widmete sich dem geistlichen Stande, wurde Weltpriester, war Domprediger in Linz, zog sich aber dann in das Capucinerkloster zu Melník zurück, in welchem [204] er einige Jahre, bis 1877, zubrachte, wahrscheinlich war er dahin wegen seiner mit der katholischen Kirche unvereinbaren religiösen Ansichten verwiesen worden. Als er dasselbe 1877 verließ, begab er sich nach Glatz, wo er nach dem von dem Standesamte daselbst am 8. October erlassenen Aufgebote am 17. October dieses Jahres mit seiner Nichte Henriette Anna geborenen Gräfin Wřesowitz-Sekerka von Sedčic (geb. 17. September 1844) sich vermälte. Graf Ludwig Karl Friedrich ist zur Zeit altkatholischer Pfarrer zu Hirschberg in Preußisch-Schlesien. –