BLKÖ:Wagner, Otto

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wagner, Minna
Band: 52 (1885), ab Seite: 122. (Quelle)
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38. Wagner, Otto (Architect, geb. in Penzing nächst Schönbrunn bei Wien 1841). An der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien widmete er sich dem Architecturfach, und als er selbständig zu schaffen begann, zog er durch seine Entwürfe, Pläne und Bauten die Aufmerksamkeit in den Fachkreisen auf sich. Von seinen Arbeiten sind bisher bekannt geworden: *„Concurrenzplan für das Landtagsgebäude in Lemberg“, mit dem Preise gekrönt, Aquarell; – „Entwurf für ein Theater in Karlsbad“, Aquarell; – *„Concurrenzproject für den Justizpalast in Wien“, Federzeichnung; – „Entwurf für eine Synagoge in Pesth“, getuschte Federzeichnung; – *„Concurrenzproject für den Dom in Berlin“, Aquarell; – *„Entwurf für den Ausbau eines Wohnhauses in Wien“, Federzeichnung und *„Concurrenzproject für das Rathhaus in Hamburg“, Photographie, gleichfalls preisgekrönt. Die mit einem Stern (*) bezeichneten Arbeiten waren auf der internationalen Kunstausstellung im königlichen Glaspalaste zu München 1879 zu sehen, die übrigen Pläne und Entwürfe auf der historischen Kunstausstellung, welche anläßlich der Eröffnung der neu erbauten k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien 1877 stattfand. Von ferneren Arbeiten dieses Architecten erwähnen wir noch: das neue „Dianabad in Wien“, welches durch die Pracht seiner Ausführung nach innen und außen zu den Sehenswürdigkeiten Wiens gezählt wird, dann seine Entwürfe für den Festzug und den Festplatz mit der Franz Joseph-Säule, anläßlich der Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers Franz Joseph und seiner Gemalin der Kaiserin Elisabeth, und in dem bei dieser Gelegenheit auf Kosten des Wiener Gemeinderathes herausgegebenen Festalbum mehrere Cartons. Wagner zählt zu den besten Architecten der Wiener neuen Bauära.

Oesterreichische Kunst-Chronik. Herausgegeben und redigirt von Dr. Heinrich Kábdebo (Wien, Reisser und Werthner, 4°.) I. Jahrg. (1878) Nr. 1, S. 9; Nr. 10, S. 153; Bd. II (1879) S. 153; Bd. III, S. 13, B. IV, S. 22, 28, 129; Bd. V, S. 32.