BLKÖ:Weber von Ebenhof, die Freiherren, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Weber, Simon Peter
Band: 53 (1886), ab Seite: 215. (Quelle)
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Zur Genealogie der Freiherren Weber von Ebenhof. Der Adel der heutigen Freiherren Weber von Ebenhof stammt aus der Gegenwart, und zwar erlangte der Oheim des Freiherrn Philipp, dessen Biographie oben mitgetheilt ist, der ehemalige Gubernialrath und Arcishauptmann zu Chrudim in Böhmen, Wenzel Weber, den Ritterstand mit dem Prädicate von Ebenhof von Kaiser Franz Joseph I. mit Diplom ddo. 13. December 1851. Er adoptirte seinen ältesten [216] Neffen Philipp, den Sohn des Oberamtmanns von Čerhenitz, und auf diesen wurde mit Diplom ddo. Wien 11. März 1853 der Ritterstand des Oheims übertragen. Später adoptirte er noch seine jüngeren drei Neffen Ferdinand, Ernst und Moriz, welche drei dann auch mit Diplom ddo. Wien 26. Jänner 1865 den österreichischen Adel- und Ritterstand erhielten. Den Freiherrenstand erlangten von den vier Brüdern Philipp, Ferdinand, Ernst und Moriz: 1. Philipp, nachdem er im Jahre 1869 mit dem Orden der eisernen Krone zweiter Classe ausgezeichnet worden, mit Diplom ddo. 12. October 1869; 2. Ernst (geb. zu Čerhenitz in Böhmen am 10. October 1823), zur Zeit Sectionschef im k. k. Ackerbauministerium, mit Diplom ddo. 21. November 1880. Ersterer ist der Chef der älteren, und Letzterer der Chef der jüngeren freiherrlichen Linie der Weber von Ebenhof; während die beiden anderen Brüder: Ferdinand, Doctor der Medicin und Chirurgie, ordentlicher Professor der Geburtshilfe für Hebammen, Director der Landes-Gebär- und Findelanstalt in Prag und Landessanitätsrath, und Moriz, Bezirkshauptmann zu Plan in Böhmen und Ehrenbürger der Städte Plan, Königswart und Kuttenplan, die Chefs der zwei ritterlichen Linien sind. Während die beiden Letztgenannten kinderlos blieben, haben die beiden freiherrlichen Linien Nachkommenschaft. Freiherr Philipp, Chef der älteren Linie, vermälte sich am 22. September 1853 zu Prag mit Emmeline geborenen Lorenz (geb. zu Wakowitz in Böhmen am 13. April 1831), und stammen aus dieser Ehe: Alfred (geb. zu Prag 15. Juli 1854), k. k. Oberlieutenant bei Erzherzog Albrecht-Dragonern Nr. 4, Octavian (geb. zu Prag 2. Juni 1858), k. k. Statthaltereiconcipist zu Budweis in Böhmen und Lieutenant in der Reserve bei Prinz Eugen von Savoyen-Dragonern Nr. 13. vermält am 24. Juli 1884 zu Prag mit Christine Gräfin von Rumerskirch (geb. 24. Juli 1850), und Wenzel (geb. zu Wien am 5. September 1860), k. k. Lieutenant bei Prinz Eugen von Savoyen-Dragonern Nr. 13. – Freiherr Ernst, Chef der jüngeren Linie (geb. zu Čerhenitz in Böhmen am 10. October 1823), zur Zeit Sectionschef im k. k. Ackerbauministerium, vermälte sich 1854 mit Isabella geborenen Stenzel (geb. zu Maleč in Böhmen am 15. September 1836), und stammen aus dieser Ehe: Oskar (geb. zu Prag am 27. Juli 1855), k. k. überz. Oberlieutenant bei Erzherzog Albrecht-Dragonern Nr. 4 und dem Generalstabe zugetheilt, und Ernst (geb. zu Prag 27. Mai 1856), k. k. Conceptspracticant im Ministerium des Aeußern und Lieutenant in der Reserve bei Erzherzog Albrecht-Dragonern Nr. 4.

Wappen. Ein von Blau und Roth längs getheilter Schild. In der rechten rothen Hälfte eine ins Gleichgewicht gestellte Wage. Hinter dieser ein von Bienen umschwärmter Bienenkorb, auf drei quer übereinander liegenden mit silbernem Einband und Schnitt versehenen Büchern stehend. In der linken blauen Hälfte ein goldener Stern. Auf dem Schilde ruhen zwei gekrönte Turnierhelme. Auf der Krone des rechten steht ein offener Adlerflug, die des linken trägt die Embleme des Schildes: Wage, Bienenkorb und Bücher. [Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adelsgeschlechter (Brünn, Buschak und Irrgang, 32°.) I. Jahrgang (1870), S. 444; IV. Jahrgang (1879), S. 672; – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (Gotha, Perthes, 32°.) Jahrg. 1871, S. 766 und Jahrg. 1885, S. 1001.]