BLKÖ:Werner, Johann (Landschaftsmaler)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Werner, Gregor Joseph
Band: 55 (1887), ab Seite: 54. (Quelle)
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Werner, Johann (Landschaftsmaler, geb. zu Raggendorf im Viertel ober dem Manhartsberg 1815). Der Sohn eines Maurers, kam er, da er Talent zur Malerei zeigte, 1832 im Alter von 17 Jahren in die Akademie der bildenden Künste zu Wien, in welcher er sich der Landschaftsmalerei zuwendete und schon nach drei Jahren die Ausstellungen, welche dies Institut veranstaltete, [55] mit seinen Arbeiten beschickte. Wir können nur seit seinem ersten Auftreten bis 1845 die Spuren seiner Thätigkeit verfolgen, von da ab verschwinden sie, und wir haben weiter kein Kenntniß über Leben und Schaffen des Künstlers. In den Jahresausstellungen bei Sanct Anna waren von ihm zu sehen: 1835: „Eine Waldpartie“; 1836: „Hirsche in einer felsigen Waldpartie“; 1837: „Ansicht von Villach mit dem Drauflusse“; 1838: „Ansicht von Wien vom Galizinberge“; – „Der Rauchkogel mit der Pfarrkirche zu Lienz im Pusterthale“; 1839: „Der Eingang nach Schottwien mit der Aussicht auf den Semmering“; – „Felsenpartie an einem Strome“; – „Aussicht vom Galizinberge“; 1841: „Thal von Meran“; – „Aussicht auf die nördlichen Gebirge von Bozen“; – „Der Bärenthalkogl in der Julischen Alpenkette mit dem Katharinenberg am Werthersee“; – „Ansicht von Bozen“; 1845: „Oesterreichische Bauernfamilie“; – „Aussicht über den Werthersee bei Loretto gegen die Krainer Gebirge“; – „Einsiedlercapelle am See“; – „Aussicht von Pörtschach über den Werthersee auf die Krainer Gebirge“; – „Winterlandschaft“; – „Maria Werth am Werthersee in Kärnthen. Winterlandschaft“; – „Herbstlandschaft“; – „Halbinsel Maria Werth. Winterlandschaft“; – „Aussicht von der Villacher Alpe auf den Manhart in Kärnthen“. Wie aus vorstehender Uebersicht erhellt, hat Werner in Kärnthen, Tirol und in den Erzherzogthümern gemalt und führte seine Landschaften in Oel aus. Bemerkenswerth erscheint es uns noch, daß zu gleicher Zeit mit ihm der berühmte Landschafter Joseph Werner, auch sein Altersgenosse, in den Jahresausstellungen bei St. Anna ausstellte, und doch erwähnt Nagler in seinem „Künstler-Lexikon“, in welchem er über Joseph Werner ausführlicher und in rühmlichster Weise schreibt, dessen Kunstcollegen Johann, den wir auch sonst nirgends angeführt finden, mit keiner Sylbe. Johann Werner hatte in den Dreißiger-Jahren sein Atelier zu Wien in der Stadt am Peter 574. Von 1845 verschwindet er in den Ausstellungen.

Kataloge der Jahresausstellungen der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien vom Jahre 1835, S. 16; 1836, S. 17; 1837, S. 18; 1838. S, 13; 1839, S. 18, 19.