BLKÖ:Wiesenhütten, Karl Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wiesenfeld, Karl
Band: 56 (1888), ab Seite: 48. (Quelle)
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Wiesenhütten, Karl Freiherr (k. k. Oberst, geb. um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, Todesjahr unbekannt). Der Sproß einer 1743 in den österreichischen Freiherrenstand erhobenen Familie, über welche die Quellen näheren Nachweis ertheilen. Freiherr Karl, wahrscheinlich ein Sohn des reichen Frankfurter Kaufmannssohnes Franz Wiesenhütten aus dessen Ehe mit Marie Elisabeth Freiin von Bartenstein, trat in jungen Jahren in ein [49] kaiserliches Reiterregiment, und wir finden ihn 1794 als Rittmeister bei Kaiser-Dragonern Nr. 1, bei denen er allem Anscheine nach überhaupt seine militärische Laufbahn begann. Im letztgenannten Jahre stand das Regiment am Rhein im Felde, und Rittmeister Wiesenhütten zeichnete sich zuerst in der Affaire bei Reichshofen am 4. December aus, in welcher er mit drei Escadrons in einem entschlossenen und muthigen Angriff den linken feindlichen Flügel warf und ihm vier Kanonen abnahm. Wenige Tage später, am 8. December, warf er den Feind aus der Stadt Reichshofen, welche dieser besetzt hielt, und schlug ihn, der 60 Todte auf dem Platze ließ, in die Flucht. Rittmeister Wiesenhütten rückte 1801 zum Major, 1805 zum Oberstlieutenant im Regimente vor und trat 1809 mit dem Oberstencharakter in den Ruhestand.