BLKÖ:Wimpffen, Emanuel Felix Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wimpffen, Felix
Band: 56 (1888), ab Seite: 240. (Quelle)
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9. Emanuel Felix Freiherr (geb. 13. September 1811), vom Franzens-Zweige des jüngeren (Johann Dietrich’schen) Hauptastes. Ein Sohn des Freiherrn Felix [Nr. 10], der 1814 zu Paris als französischer Oberst starb, wurde er 1832 Lieutenant in der französischen Armee, diente 1834 und 1835 und 1842–1854 in Africa, rückte 1853 zum Obersten vor und zeichnete sich im Krimkrieg, an der Alma, bei Inkjerman, beim Sturm auf den Malakow und im italienischen Kriege 1859 bei Magenta aus. Dann ging er wieder nach Africa und übernahm das Commando der Provinz Algier. Von dort 1870 zurückgerufen, wohnte er, zu spät, um entscheidend einzugreifen, nach Mac Mahon’s Verwundung der Katastrophe von Sedan bei und unterzeichnete als Höchstcommandirender die Capitulation der französischen Armee. Interessante, auf dieses Ereigniß bezügliche Briefe Bismarck’s und Moltke’s an den durch seine Pflicht so schwer getroffenen General, in welchen demselben die Anerkennung des siegreichen Feindes in den ehrenvollsten Ausdrücken gezollt wird, befinden sich im Archive des Schlosses Kainberg in Steiermark. Von ihm erschien das Werk: „Sédan“ (Paris 1871, Lacroix, 8°.), welches einen nicht unwichtigen Beitrag zur Geschichte des Krieges 1870 französischerseits bildet. Der Freiherr lebte zuletzt als Divisionsgeneral im Ruhestande in Paris und starb daselbst am 26. Februar 1884. Seiner Ehe mit Adelheid geborenen Quesnel sind keine Kinder entsprossen. [Neue Freie Presse, 1871, Nr. 2526 und 2527 im Feuilleton. – Oesterreichisch-ungarische Wehrzeitung (Wien, gr. 4°.) 1870 im Mai: „Kleiner Krieg in Algier“. – Allgemeine Zeitung (Augsburg, Cotta, 4°.) 1878, Nr. 5, S. 64: „Brief des Generals Wimpffen an Major Labordére“. – Dieselbe, 1875, Nr. 48: „Proceß Wimpffen gegen Cassagnac“‘. – Porträt. Unterschrift: „General von Wimpffen“. Nach einer Originalaufnahme von Ernst Laddey. Holzschnitt von Sy in „Ueber Land und Meer“ 25. Bd., 1871, Nr. 3.] –